Facebook-Likes sind kein Google Rankingfaktor

Es gibt unzählige Spekulationen und Mythen bei dem Thema Social Media und SEO. Das treibt die SEO Branche in zwei Lager: Meint die eine Gruppe, dass Google soziale Nutzersignale bei der Rankingbewertung organischer Suchergebnisse hinzuzieht, dementiert die andere Gruppe diese Hypothese vehement. Nun hat Google endlich Stellung bezogen… wenn man dem Glauben schenken darf.

Facebook-Like und Google

Wer sich professionell mit SEO auseinandersetzt, wird sich früher oder später die Frage stellen: Sind Social Media-Interaktionen in Kanälen wie Facebook, Twitter, Google+, etc. Bewertungskriterien des Google Suchalgorithmus? Kürzlich hat Gary Illyes auf die Frage „Ich habe viel mehr Facebook-Likes als der nächste Konkurrent, warum ranke ich nicht besser? “ geantwortet: „… weil wir Facebook-Likes nicht als Rankingsignal nutzen? “ Auch sein „Vorsprecher“ Matt Cutts hat bereits Anfang 2014 in einem Google Webmasters-Video die Frage, ob Facebook- und Twitter-Signale Teil des Suchalgorithmus sind, mit Nein beantwortet. Das Video ist hier auf YouTube verfügbar.

Warum sind soziale Signale für Google nicht relevant?

Soziale Signale (Social Signals) sind sicher für Google relevant aber sie besitzen drei entscheidende Kriterien:

  1. Soziale Signale sind leicht manipulierbar – zum Beispiel durch den Kauf von Followern.
  2. Soziale Signale sind noch junge Kennzahlen und für Google nicht repräsentativ genug, um als Rankingkriterium verwendet zu werden.
  3. Facebook, Twitter & Co. könnten Googlebot blockieren und damit hätte Google keinen/eingeschränkten Zugriff.

Das soll aber nicht dazu animieren, Social Media im Online Marketing zu ignorieren, sollte man den Fokus auf SEO richten. Nutzer durch soziale Kanäle können positiv auf Bekanntheit und Traffic einer Marke einwirken und den Wachstum organischer Backlinks fördern. Übrigens zählen Backlinks zu den Top-3 Google Rankingfaktoren.

Zusammenhang zwischen Social Media und SEO?

Eine Vielzahl von Studien und Tests deutet darauf hin, dass soziale Signale (Social Signals) durchaus Auswirkungen auf die organischen Google-Rankings haben können. Die Studie Rebooting Ranking-Faktoren ©Searchmetrics 2016 verdeutlicht beispielsweise, dass eine Korrelation zwischen Social Signals und der Ranking-Position in den organischen Suchergebnissen sehr hoch ist. Das betrifft Facebook Gesamt, Google +1, Tweets und „Pinterest: Seiten mit Top-3 Platzierungen besitzen sehr häufig viele soziale Signale. Das bedeutet aber nicht, dass diese Seiten deshalb so gut ranken.

Social Media und SEO | Searchmetrics Studie 2016
Social Media und SEO | Searchmetrics Studie 2016

Pro-Argumente für Social Media-Marketing

Dass Social Signals in Form von Shares, Likes, Tweets, Pins, etc. für den Google Algorithmus offensichtlich nicht wichtig sind, ist nun bekannt. Doch wie steht es mit Social Media-Marketing im Allgemeinen? Im Folgenden ein paar Gedanken:

  • Besitzen soziale Signale eine Themenrelevanz mit der Website, können sich diese positiv auf die Markenbildung (brandbuilding) bzw. Markenstärkung auswirken. Der Social Media-Kanal kann als Satellit der eigenen Website dienen und die Expertise und Erfahrungswerte transportieren und zielgruppenrelevant kommunizieren.
  • Social Media-Kanäle sind in den Google Suchergebnissen (SERPS) zu finden, wenn man nach der Marke sucht. Das bietet Suchmaschinen-Nutzern die Möglichkeit, Marken-Seiten ohne Umwege aufzurufen und ihnen zu folgen.
  • Anfang 2015 haben Google und Twitter ihre Partnerschaft erneuert und arbeiten eng zusammen. In den SERPS werden aktuelle Inhalte und News aus Twitter-Profilen dargestellt, was positiv auf die eigene Marke einwirkt.

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