SEO Relaunch Checkliste

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  24. August 2021

Du planst einen Website Relaunch? Aus SEO-Perspektive muss dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Kriterien beachtet werden, denn ein Relaunch führt zur Neuberechnung aller Website-internen SEO Signale. Google bewertet die aktualisierte Version somit als neue Website. Erfahre jetzt, was Du beim Relaunch beachten musst, damit Traffic und Sichtbarkeit nicht einbrechen.

Technische Prüfkriterien

Werkzeug - IconAus SEO-Sicht gibt es bei einem Relaunch technische Schwerpunkte zu beachten. Besonders wichtig ist die Erstellung automatisierter Redirects (Weiterleitungen) für Inhalte, die zukünftig unter einer neuen Adresse zu finden sind. Werden diese 301 Redirects nicht bereitgestellt, kann das zu einem enormen Sichtbarkeitseinbruch in den Suchergebnissen führen. Du solltest also darauf besonders achten.

Im Folgenden notiere ich Prüfkriterien, die für eine bestmögliche Crawl- und Indexierbarkeit erforderlich sind, wichtige Stellschrauben für wirkungsvolles technisches SEO.

  1. Wurde eine nutzerfreundliche 404-Seite angelegt?
    (404-Seite erstellen und Richtige Behandlung ausverkaufter Artikel im Shop)
  2. Definiert eine robots.txt-Datei Crawl-Verbote?
    (robots.txt erstellen und optimieren und URL rendern in der Search Console)
  3. Der Content ist nicht auf anderen Subdomains indexierbar?
    (Duplicate Content vermeiden)
  4. Alle verschobenen Inhalte werden auf die neuen URLs weitergeleitet?
    (301-Weiterleitungen und Redirect Chains beheben)
  5. Alle Seiten wurden auf fehlerhafte Trailings-Slashes und mehrfach erreichbare Dateitypen geprüft?
    (Mehr zum Thema Trailing Slashes)
  6. Seiten-URLs sind nicht mit Klein- und Großschreibung aufrufbar?
    (SEO-Basics über URLs)
  7. Alle URLs sind nur durch HTTPS indexierbar?
    (Website mit HTTPS sichern)
  8. Alle Seiten verfügen über eine SEO-freundliche URL-Struktur?
    (Google-freundliche URL-Struktur erzeugen und Verzicht auf Mega Dropdown-Menüs)
  9. XML Sitemaps beinhalten ausschließlich crawlbare, indexierbare Ressourcen die einen Headercode 200 liefern (Canonical Tags beachten)?
    (XML Sitemaps erstellen)
  10. Alle Seiten besitzen eine schnelle Ladezeit (PageSpeed)?
    (PageSpeed Optimierung für rasend schnelle Ladezeiten)
  11. Der Webserver besitzt ausreichend Ressourcen, um Auslastungsspitzen zu vermeiden?
    (Antwortzeit des Servers)

OnPage Prüfkriterien

Content - Page - IconContent wird für Google immer wichtiger. Inhalte sollten einzigartige Mehrwerte bieten, die es auf konkurrierenden externen Seiten nicht gibt. Wenn Du Dir unsicher bist, ob die Inhalte Deiner Seiten den Google-Anforderungen gerecht werden, findest Du hier Fragen zur Bewertung von Content-Qualität. Im Folgenden stelle ich wichtige OnPage-Prüfkriterien vor.

  1. Nur Seiten mit Inhalten, die für Besucher hilfreich sind, werden indexiert?
    (robots.txt und Robots Meta Tag)
  2. Duplikate und veraltete Inhalte verweisen auf eine bevorzugte kanonische URL?
    (Über rel=“canonical“ und Canonical Tags für PDF-Dateien definieren)
  3. Alle Seiten besitzen eine einzigartige, aussagekräftige H1 Headline?
    (H1 Überschriften auszeichnen)
  4. Seiten und Inhalte werden semantisch strukturiert?
    (Semantik im Web)
  5. Bilder und Grafiken im Main-Content besitzen einen geeigneten Dateinamen und Alternativtext?
    (Bilder SEO für die Google Bildersuche)
  6. Die interne Verlinkung basiert auf aussagekräftigen Linktexten?
    (Linktexte optimieren)
  7. Jede indexierbare Seite besitzt einen optimierten Seitentitel und eine optimierte Seitenbeschreibung?
    (Klickstarke Meta Title und Meta Description erstellen)

Weitere Prüfkriterien

Toolbox - IconGoogle und andere Suchmaschinen-Anbieter stellen eine Vielzahl von hilfreichen Tools zur Verfügung. Besonders hilfreich sind die Tools der Google Search Console, die für jeden Website-Betreiber kostenlos zur Verfügung stehen. Du kannst technische Probleme bewerten, HTML Verbesserungen einsehen, URLs rendern und dadurch erfahren, wie Google eine Seite sieht, die robots.txt-Datei testen und vieles mehr. Jedem Webmaster empfehle ich ein Konto für die Search Console und für die Bing-Webmaster-Tools zu erstellen und dort die Website regelmäßig zu bewerten.

  1. Ist eine Google Search Console-Property und eine bing Webmaster Tools-Property mit der Domain verifiziert?
    (Google Search Console und bing Webmaster Tools)
  2. Wurde die (optional) bestehende Disavow Liste der neuen Search Console-Property zugewiesen (wichtig bei Wechsel auf HTTPS)?
    (Google Disavow Tool)
  3. Ist das Website Tracking-Script (Google Analytics/Matomo) auf allen Seiten korrekt eingebunden?
    (Google Analytics oder Piwik)
  4. Werden wichtige Daten (Unternehmen, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Artikel, etc.) durch Strukturdaten hervorgehoben?
    (JSON-LD und schema.org, Strukturdaten validieren)

Prüfkriterien nach dem Relaunch

Runner - Finals - IconMit einem Relaunch ist die Optimierung nicht beendet, denn jetzt gilt es zu bewerten, ob alle Optimierungen korrekt auf der live-Website funktionieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, alle Änderungen an die Suchmaschinen zu melden, damit sie ihre Datenbanken aktualisieren können. Ich empfehle den Relaunch Montag, Dienstag oder Mittwoch durchzuführen und für Donnerstag und Freitag ausreichend SEO- und Entwickler-Ressourcen bereit zu stellen. Ein Relaunch am Freitag ist ungünstig, weil am Wochenende nicht angemessen reagiert werden kann, sollten Probleme nach dem Relaunch auftreten.

  1. Die Website wurde auf Broken Links geprüft?
    (Screaming Frog SEO Spider, Xenu Link Sleuth nur für PC)
  2. Die Website wurde auf Redirect Chains (Weiterleiungsketten) geprüft?
  3. Die XML-Sitemaps wurden in der Google Search Console und den bing Webmaster Tools aktualisiert?
    (Google Search Console und bing Webmaster Tools)
  4. Das Website Tracking funktioniert (Filter/Regeln sind aktualisiert)?

Do’s and Don’ts

Domainwechsel nur wenn erforderlich

Einen Domainwechsel solltest Du vermeiden, weil Google häufig mehrere Monate benötigt, um die (Ranking-) Signale der bisherigen Domain auf die neue Domain zu übertragen. Ein Domainwechsel heißt, dass Deine Website zum Beispiel von www.meine-website.de auf www.meine-website.com/de/ umzieht.

Duplikate durch PDF

In einigen Branchen ist es üblic, HTML Inhalte zusätzlich als PDF-Datei zum Download bereitzustellen. Wenn der HTML- und PDF-Inhalt indexierbar ist, führt das zu Duplicate Content. Dem Suchmaschinen-Bot wird überlassen, welches Dokument ranken soll. Das solltest Du vermeiden. Aus SEO-Sicht ist es besser, den HTML-Inhalt zu indexieren. Wie Dir das gelingt, liest Du hier: Canonical Tags für PDF Dateien.

Zu viel gewollt

Grundsätzlich ist es ratsam, den Relaunch nicht unnötig aufzublähen. Häufig habe ich erlebt, dass im Prozess neue Anforderungen hinzugefügt werden. Ich rate dringend von der „Wir machen das noch schnell mit“ -Mentalität ab, weil Mikro-Prozesse ausufern können (es gibt zu viel zu beachten). Der Relaunch geht schief, wenn man zu viel will. Ich empfehle höchstens zwei Themen gleichzeitig zu ändern. Anschließend braucht Google vier bis acht Wochen Zeit, um die Änderungen zu verarbeiten. Dann können die nächsten Themen umgesetzt werden.

Kommunikation

Das Thema ist sehr wichtig: Bei großen Websites und Shops empfehle ich die Ernennung eines Projektmanagers als Supervisor für den Relaunch, um zu gewährleisten das wichtige Absprachen und strategische Änderungen an alle Projekt-Mitglieder verständlich und zeitnah kommuniziert werden. Ich habe bereits unzählige Relaunches begleitet und häufig gingen unbeabsichtigt wichtige Informationen verloren, so dass Designer, Entwickler oder SEO zu spät reagieren konnten. Das solltest Du vermeiden.

Rollback

Ein Rollback ist aus SEO-Sicht immer problematisch. Beispiel: Bei der SEO Analyse nach dem erfolgten Relaunch stellst Du schwerwiegende Probleme fest, die kurzfristig nicht behoben werden können – was nun? Eine Möglichkeit wäre ein Rollback – also den Website-Stand vor dem Relaunch wieder herzustellen. Technisch ist ein Rollback unproblematisch aber aus SEO Sicht meist nicht, denn es sind viele Änderungen erforderlich – besonders die Korrektur der Weiterleitungen. Wenn Du einen Rollback ernsthaft in Erwägung ziehen musst, solltest Du den SEO schnellstmöglich einbeziehen. Je länger Du mit dem Rollback wartest, desto schwerwiegender sind die Konsequenzen.

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    Kommentare(8)

    • Tilo
      20. November 2013, 13:07  Antworten

      Hallo Jens, mensch die Liste ist spitze und hilft mir bei meiner Homepage super, weil ich gerade auf WordPress umstelle. Solche hilfreiche Infos sollten viel öfter gepostet werden. Nicht immer so ein Insider bla bla sondern auch mal Fakten für Homepage Betreiber, die hilfreich sind. Super und vielen Dank.

    • 12. Dezember 2013, 21:42  Antworten

      Das sind wichtige Tipps, und sehr übersichtlich dargestellt. Leider ist es mittlerweile zu viel, um alles immer im Hinterkopf zu haben bzw. selbst dran zu denken. Eine solche Checkliste ist äußerst förderlich.

    • Thomas Steinrücken
      28. August 2014, 10:14  Antworten

      Bin zwar ein wenig spät dran, aber dass die Seite zum Thema immernoch gut rankt sagt ja schon alles über die Inhalte 😉

      Danke!

    • Pingback: [Update] 5 Lektionen über Website-Relaunch von RankingCheck
    • 4. November 2014, 15:14  Antworten

      Hallo Jens,
      vielen Dank für die umfangreiche Zusammenstellung, vor allem die Links und die Möglichkeit des Downloads als Excel-Liste sind sehr hilfreich. Viele Grüße
      Henrike Krabbenhöft

      • Jens Fröhlich
        5. November 2014, 16:41

        Hallo Henrike,

        sehr gern und ich freue mich, wenn sich die Mühe bezahlt macht.

        Maximale Erfolge
        Jens

    • 29. Dezember 2014, 01:36  Antworten

      Hallo Jens,

      Vielen Dank für die gute Liste,
      auch ich habe Sie schon erfolgreich genutzt.
      Vielleicht als Prüfkriterium auch noch die Hosting einbeziehen?

    • 19. August 2015, 10:15  Antworten

      Sehr hilfreiche Liste, vielen Dank dafür!

    Kommentar zu Christiane Abbrechen