IP Delivery

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  3. Juli 2019

IP Delivery ist ein Verfahren bei dem die IP-Adresse eines Internet-Nutzers genutzt wird, um automatisiert zu entscheiden, welcher Webseiten-Inhalt ausgeliefert wird. Die Methode wird teilweise bei multiregionalen Websites und Shops verwendet, ist aus SEO Sicht jedoch nicht zu empfehlen.

Probleme bei der Suchmaschinen-Indexierung

Aus SEO-Sicht ist IP Delivery problematisch, denn zum Beispiel Googles Suchmaschinen-Bots crawlen das Internet mit einer IP-Adresse aus den USA. Somit könnte der Googlebot nur Inhalte verarbeiten, die geografisch für Nutzer in den USA bestimmt sind. Webseiten-Inhalte für andere Länder könnte der Googlebot nicht verarbeiten und nicht indexieren. Die Inhalte können keine Keyword-Rankings in der Google Suche aufbauen.

Mehrsprachige und für mehrere Länder optimierte Websites und Shop sollten mit hreflang Tags ausgezeichnet werden. Damit gibt man den Suchmaschinen die Möglichkeit, die richtigen Seiten in den Suchergebnissen auszuliefern. So werden zum Beispiel einem Google-Nutzer in UK die für seine Sprache – und optional für sein Land – optimierte Zielseite in den Suchergebnissen vorgeschlagen.

Optional kann man die Sprache und das Land eines Nutzers, der eine Webseite aufruft auslesen und ihm die passende Sprachversion auf einer x-default-Seite empfehlen. Das schwedische Unternehmen Blueair hat das zum Beispiel gut gelöst.

Blueair x-default-Seite
Blueair x-default-Seite

IP Delivery als Webspam-Methode

Black Hat SEO ist eine Disziplin der Suchmaschinenoptimierung, bei der die Suchmaschinen-Richtlinien für Webmaster bewusst missachtet werden, um schnell größere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu generieren.

IP Delivery wurde lange Zeit zum Cloaking genutzt: Dabei werden Suchmaschinen aufgrund ihrer IP-Adresse andere Inhalte angeboten, als menschlichen Nutzern. Googles Algorithmen können viele Webspam-Methoden inzwischen enttarnen und die URLs entwerten.

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