SEO Internationalisierung

  13. Oktober 2018

Von einer SEO Internationalisierung spricht man, wenn Inhalte einer Website oder eines Online Shops mehrsprachig (multilingual) und/oder für mehrere Länder bereitgestellt werden. Dabei müssen verschiedene Anforderungen erfüllt werden, sodass der richtige Seiteninhalt im gewünschten Suchindex ausgegeben wird.

Vorbereitung

Bevor eine Internationalisierung umgesetzt wird, müssen verschiedene SEO-Analysen erstellt werden. Zunächst stellt sich die Frage, welche Sprachen bzw. Länder erschlossen werden sollen, denn nicht in allen Ländern ist Google marktführend. Viele internationale Suchmaschinen sind weitestgehend unbekannt. So erfolgt eine Suchmaschinenoptimierung in Russland vorwiegend für die Suchmaschine Yandex oder in China für die Suchmaschine Baidu. Global betrachtet besitzt Google jedoch eine Marktdominanz von etwa 90 Prozent. In Europa besitzt Google etwa 95 Prozent Marktanteil, bing liegt bei etwa 2,5 Prozent.

Neben diesen Aspekten gibt es weitere Besonderheiten zu beachten, denn bei der Produktion von Content müssen häufig auch kulturelle Unterschiede oder rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen bewertet werden. Wird eine deutschsprachige Webseite zum Beispiel für das Thema Infrarotthermografie mit technischen Informationen optimiert, kann es erforderlich sein, die englische Sprachversion für UK-Nutzer aus medizinischer Perspektive zu betrachten, weil in Großbritannien bevorzugt nach medizinischen Lösungen gesucht wird und die Zielgruppe eine andere ist.

Zudem werden in vielen Ländern mehrere Sprachen gesprochen, so dass eine multilinguale Optimierung für ein Land sinnvoll sein kann. In Belgien gibt es zum Beispiel drei Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch. Diese Aspekte sind nicht nur aus SEO-Sicht wichtig, sondern auch wenn SEA ein wichtiger Kanal zur Nutzergenerierung ist.

Suchmaschinen informieren

Google nutzt verschiedene Informationen für die Indexierung einer Webseite. Die Verwendung von hreflang Tags ist dringend anzuraten. hreflang Tags teilen den Suchmaschinen-Bots mit, in welcher Sprache und optional für welches Land der Seiteninhalt ausgerichtet ist. Gleichzeitig müssen hreflang-Verweise für alle alternativen Seiten (selber Inhalt in gleicher/anderer Sprache) bereitgestellt werden, damit der Bot den semantischen Bezug aller Sprach- oder Regions-URLs herstellen kann. Neben hreflang Tags nutzt Google weitere Kennzeichen, wie: Serverstandort, Sprachangabe (Meta Language), TLD, internationale Ausrichtung bei gTLDs in der Google Search Console, Adresse im Impressum, Währung, Herkunft der Backlinks, etc. um Inhalte dem richtigen Index zuzuordnen.

hreflang Tags können auf verschiedene Weise angegeben werden: Im Head-Bereich vom HTML Seiten-Quellcode, im HTTP Header oder in einer XML Sitemap. Am häufigsten wird die Markup im HTML Seiten-Quellcode definiert, weil am einfachsten für viele Webmaster, zum Beispiel:

Weiterführende Literatur

  1. SEO International – Grundlagen und Strukturierung
  2. hreflang Tags als Hinweise für Suchmaschinen
  3. Texte auf Webseiten automatisch übersetzen?
SEO Glossar