Bilder SEO für die Google Bilder Optimierung

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  27. September 2019

Bei meinen SEO Trainings ist die Google Bildersuche ein essentielles Thema. Häufig bitten mich Teilnehmer, die Tipps für eine effektive Bilderoptimierung als Folien bereit zu stellen. Diese praxiserprobten SEO-Tipps biete ich nun als Online-Ratgeber an. Erfahre jetzt, wie Du Bilder für die Google Bildersuche effektiv optimierst und mehr Traffic aufbaust. Beginne jetzt mit Bilder SEO für Deine Website. 🚀

Bilder SEO - Ratgeber für die Bildersuche

Im Vergleich zur Verarbeitung von Webseiten mit maschinenlesbaren Inhalten, ist für moderne Suchmaschinen die Interpretation von Bildern deutlich schwieriger. Google experimentiert zwar mit Algorithmen der künstlichen Intelligenz, um die Bewertung von Bild-Inhalten zu verbessern. Doch diese Technologien besitzen noch hohe Fehlerquoten. Etwa bei der Interpretation von Wörtern in Bildern, wenn Buchstaben eng beieinander stehen. Desto wichtiger ist Bilder SEO, um hochwertig produzierten Content zu seeden und bessere Trust-Signale über die Bildersuche zu generieren.

Crawl- und Indexierbarkeit

WICHTIGKEIT: HOCH

Damit Bilder indexiert werden, müssen sie vom Webcrawler (Googlebot) verarbeitet werden können. Grundsätzlich sind Bilder crawl- und indexierbar. Sollen ausgewählte Bilder nicht indexiert werden, erfolgt das über eine robots.txt-Anweisung.

Diese robots.txt-Regel schließt die Verarbeitung eines Bildes für alle Webcrawler aus:

Diese robots.txt-Regel schließt die Indexierung eines Bildes für den Googlebot-Image (Google Bildersuche) aus:

Du kennst die robots.txt-Datei nicht? Alles Wissenswerte erfährst Du in meinem Blog-Beitrag: robots.txt erstellen und optimieren.

Alternativtext (alt Tag)

WICHTIGKEIT: HOCH

Der Alternativtext (alt=““) hilft sehbehinderten Besuchern, den Kontext eines Bildes zum umliegenden Text zu verstehen. Er wird in ausgewählten Browsern (zum Beispiel Lynx) statt des Bildes dargestellt bzw. vorgelesen. Googlebot und andere Crawler verwenden den Alternativtext, um Informationen über ein Bild zu erhalten.

Jedes Bild im Content-Bereich sollte einen Alternativtext besitzen. Durch zwei bis drei Wörter beschreibt er den Bildinhalt bestmöglich. Jedes Attribut sollte einzigartig sein.

Den Alternativtext kannst Du in vielen CMS und Shopsystemen in den Eigenschaften des Bildes hinterlegen, statt ihn im HTML Quellcode zu notieren.

Bei mehrsprachigen Inhalten müssen alle Bild-Informationen (Alternativtext, Dateiname, Title, etc.) in der selben Sprache bereitgestellt werden, die der Besucher und Webcrawler (HTML lang-Tag, hreflang Tag der URL) erwartet.

Bildname

WICHTIGKEIT: HOCH

Grundsätzlich ranken Bilder nur zu Keywords, die im Bildnamen (Dateinamen) verwendet werden. Deshalb sollte der Bildname das Bild in wenigen Worten beschreiben. Wörter sollten aus Kleinbuchstaben bestehen und durch Bindestriche getrennt werden, etwa:

/de/bilder/los-angeles-muscle-beach.jpg

Text in unmittelbarer Bildumgebung

WICHTIGKEIT: HOCH

Googlebot bewertet auch den Bild-umschließenden Text. Der Text in unmittelbarer Umgebung eines Bildes sollte also themenrelevant zu den Bild-Informationen sein. (Alternativtext, Dateiname) Beispiel: Ein Textabschnitt über den weltbekannten Muscle Beach in Kalifornien (gelbe Markierung) liefert positive Signale für das Bild, das den Muscle Beach darstellt.

Screenshot von welt.de über einen Artikel über Arnold Schwarzenegger am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel für Text in unmittelbarer Bildumgebung
Quelle: https://www.welt.de/reise/Fern/article123845501/Am-Muscle-Beach-wo-Schwarzenegger-gross-wurde.html

Größenangaben (width/height)

WICHTIGKEIT: HOCH

Jedes Bild sollte Größenangaben (width/height) besitzen. Dadurch kann der Browser die HTML Seite schneller rendern, was die Ladezeit verkürzt. Sollte das Laden eines Bildes länger dauern, berechnet der Browser einen Platzhalter, auf Basis der Größenangaben. Das Bild wird nachgeladen. In der Zwischenzeit kann der Besucher die geladenen Inhalte verwenden.

Dateigröße

WICHTIGKEIT: HOCH

Die Datenkompression führt zu einer kleineren Dateigröße durch Verringerung des Speicherplatzes. Dadurch können Bilder schneller geladen werden. Doch je stärker die Komprimierung, desto größer sind optische Verluste und die Bildqualität sinkt. Deshalb muss ein Kompromiss zwischen Kompressionsgrad und Bildqualität gefunden werden.

Bilder im Content-Bereich sollten erfahrungsgemäß 250KB nicht überschreiten. Je kleiner die Dateigröße, desto besser. Bilder müssen vor dem Upload in das CMS/Shopsystem komprimiert werden.

Online Services zur Bilder-KomprimierungTinyPNG, Squoosh
Offline Software zur Bilder-KomprimierungImageOptim App

Bildtitel (title Tag)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Der Bildtitel (title=““) ist optional. Bewegt der Besucher den Cursor (Desktop-System) über das Bild, erscheint der Bildtitel. Er ergänzt den Alternativtext durch Zusatzinformationen. Empfehlenswert ist ein Bildtitel für erklärungsbedürftige Bilder.

Frau hängt im bunten Ballett-Tutu an Ringen am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel eines Bildtitel (roter Rahmen)
Quelle: http://lookinforjonny.com/show-santa-monica-muscle-beach/

Bildunterschrift

WICHTIGKEIT: MITTEL

Eine Bildunterschrift wird unmittelbar unter einem Bild platziert. Sie beschreibt den Bildinhalt und ergänzt Copyright-Informationen, etc. Bildunterschrift, Alternativtext, Dateiname und Bildtitel sollten identischen Inhalt besitzen. Die Verwendung einer Bildunterschrift sendet positive SEO-Signale ist aber optional.

Screenshot eines Bildes mit Sportler am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel einer Bildunterschrift (roter Rahmen)
Quelle: https://www.travelbook.de/outdoor/sport/muscle-beach-in-venice-der-beruehmte-treffpunkt-der-pumper

Bilder-Sitemap

WICHTIGKEIT: MITTEL

Eine Bilder-Sitemap ermöglicht eine schnellere Indexierung. Sie darf nur Bilder auflisten, die verarbeitet werden dürfen. In der robots.txt-Datei sollte die Bilder-Sitemap als letzter Eintrag notiert werden:

Sitemap: https://example.com/bilder-sitemap.xml

Ratsam ist auch die Einreichung der Sitemap in der Search Console-Property. Besonders für Online Shops bietet sich die Verwendung einer Bilder-Sitemap an. Neue Bilder sollten automatisiert (Cronjob) hinzugefügt werden. Webcrawler können diese Bilder dadurch schneller indexieren.

Beispiel-Schema einer Bilder-Sitemap mit einem Eintrag:

Ordnerstruktur und Speicherort

WICHTIGKEIT: MITTEL

Auf dem Webserver sollten Bilder ein einem separaten Verzeichnis abgelegt werden. Vor allem ist die kontextbezogene Trennung von Bildern für Werbung wichtig, zum Beispiel:

/de/bilder/content/website/
/de/bilder/blog/
/de/bilder/wiki/
/de/bilder/werbung/google-ads/
/de/bilder/werbung/affiliate-ads/
/en/images/blog/
/en/images/wiki/
/en/images/advertising/google-ads/
/en/images/advertising/affiliate-ads/

Diese Struktur bietet sich gleichzeitig an, um alle Bilder in einem Verzeichnis von der Verarbeitung auszuschließen. Sollen zum Beispiel keine für Werbung bestimmte Bilder vom Googlebot-Image indexiert werden, lässt sich das durch robots.txt-Anweisungen sehr einfach lösen:

Für mehrsprachige Websites sollte der Speicherort für Bilder auf Sprachverzeichnissen basieren. Je feingliedriger die Ordnerstruktur zur Bildablage auf dem Webserver ist, desto kürzere robots.txt-Anweisungen können erstellt werden.

Bildgröße (Kantenlänge)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Erfahrungen zeigen, kleine Bilder (Kantenlänge unter 300 Pixel) erzielen oft schlechtere Platzierungen in der Google Bildersuche. Besonders detailreiche Bilder mit vielen Farben und Grafiken mit Diagrammen sollten angemessen groß sein.

Google Bildersuche: los angeles muscle beach
Google Bildersuche: los angeles muscle beach

Gleichzeitig solltest Du vermeiden, unnötig große Bilder einzubinden, die auf der Seite stark skaliert werden. Ein Bild mit einer Kantenlänge von 3.000 Pixel auf einer Webseite auf 1.200 Pixel zu skalieren, wäre zum Beispiel ungünstig. Das große Bild frisst unnötig Speicherplatz und verlangsamt das Rendern der Seite. Achte auf eine angemessene Bildgröße vor dem Upload des Bildes in das CMS/Shopsystem.

Bildformat (Seitenverhältnis)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Es gibt drei Standardgrößen für Bilder im Web: Hochformat, Querformat und Quadrat. Laut aktuellem Kenntnisstand erzeugen Bilder im 4:3 Hoch- oder Querformat die größte Aufmerksamkeit in der Google Bildersuche. Doch die Technik entwickelt sich immer weiter und auch Bilder-Suchmaschinen passen sich stets den aktuellen Trends an.

So bieten Digitalkameras die Möglichkeit, das Seitenverhältnis zu wechseln, zum Beispiel von 4:3 auf 3:2. Dadurch wirkt das Bild etwas flacher. Beliebt ist auch das stark gestreckte Panorama-ähnliche 16:9-Format, das sich im TV und für Videos durchgesetzt hat. Es bietet sich besonders für Landschaftsfotos an.

Mehrfache Verwendung

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Mehrfach verwendete Bilder scheinen ein positives Signal für Google zu sein. Scheue dich also nicht, ein bereits verwendetes Bild mehrfach zu nutzen, wenn es sich thematisch anbietet. Es dauert oft Monate, bis ein gut optimiertes Bild in der Google Bildersuche eine Top-Platzierung erzielt. Durch Mehrfachverwendung kann die Platzierung beschleunigt werden.

Dateityp

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Der Dateityp eines Bildes ist für die Platzierung in der Google Bildersuche nicht wichtig. Trotzdem sollte für jedes Bild das richtige Dateiformat gewählt werden.

  • JPG-Format für Bilder mit vielen Farben, starken Kontrasten, Schattierungen (Fotos)
  • PNG-Format (24-bit) für Bilder mit Transparenzen (Logos), Text, Diagrammen
  • GIF-Format für animierte Bilder (Werbebanner, Animationen, etc.)

Backlinks

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Bilder mit Backlinks können bessere Platzierungen in der Google Bildersuche erzielen. Vorausgesetzt, die Linkquelle ist indexiert und der Link überträgt positive Linksignale. Wenn die linkgebende Seite thematisch relevant zum Linkziel ist, stellt das ebenfalls ein positives Signal dar.

EXIF-Daten

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Digitalkameras und Smartphones speichern für jedes Foto EXIF-Daten ab. EXIF steht für Exchangeable Image File und umfasst verschiedene Daten, die Informationen zur Kamera (Smartphone) und zum Foto liefern, wie:

  • Hersteller
  • Kameratyp
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO-Wert
  • Brennweite
  • Bildauflösung
  • Bildkompression
  • Dateityp
  • Weissabgleich
  • Blitz-Modus
  • Fotoprogramm

Für die Platzierung in der Bildersuche scheinen EXIF-Daten aktuell nicht wichtig zu sein.

EXIF-Daten können mit verschiedenen Tools ausgelesen und bearbeitet werden, wie Adobe Lightroom oder Capture One.

Literatur-Empfehlungen

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