Bilder SEO für die Google Bilder Optimierung

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  15. Juli 2020

Bilder SEO für die Google Bildersuche – ein mächtiger Hebel, um Deinen Website-Traffic zu verbessern. Doch eine effiziente Bildoptimierung setzt Kenntnisse über die Rankingfaktoren voraus. In diesem neuen Beitrag erfährst Du alle Details für eine wirkungsvolle Bildoptimierung. Beginnen wir jetzt mit Bilder SEO für Deine Website. 🚀

Bilder SEO - Ratgeber für die Bildersuche

Im Vergleich zur Verarbeitung von Webseiten mit maschinenlesbaren Inhalten, ist für moderne Suchmaschinen die Interpretation von Bildern deutlich schwieriger. Google experimentiert zwar mit Algorithmen der künstlichen Intelligenz, um die Bewertung von Bildinhalten zu verbessern. Doch diese Technologien besitzen noch hohe Fehlerquoten. Etwa bei der Interpretation von Wörtern in Bildern, wenn Buchstaben eng beieinander stehen. Desto wichtiger ist Bilder SEO, um hochwertig produzierten Content zu seeden und bessere Trust-Signale über die Bildersuche zu generieren.

Bilder SEO: Das Wichtigste in Kürze

Bilder SEO ist einfach, wenn die wichtigen Rankingfaktoren der Bildoptimierung befolgt werden. Diese Rankingfaktoren empfehle ich als Mindestanforderungen zu beachten:

  1. Die Bilddatei sollte einen aussagekräftigen Dateinamen besitzen. Der Dateiname wird in Kleinbuchstaben angegeben. Wörter werden durch Bindestriche getrennt.
  2. Die Bilddatei sollte bereits vor dem Upload in das CMS oder Shopsystem komprimiert werden. Das wirkt sich positiv auf die Ladezeit der Seite aus.
  3. Jede Bilddatei muss einen einzigartigen Alternativtext erhalten. Das Alt-Attribut beschreibt das Bild durch wenige Worte.
  4. Auf informativen Seiten sollten Bilder thematisch zum angrenzenden Text passen. Dateiname, Alternativtext, Bilditel, etc. sollten den Bildinhalt kurz beschreiben und zum Inhalt des angrenzenden Textes passen.
  5. Die Größen-Attribute „width“ und „height“ eines Bildes verbessern die Ladezeit der Seite, denn der Browser kann das Layout schneller rendern. Deshalb sollte jedes Bild width-Attribut und height-Attribut besitzen.

Crawl- und Indexierbarkeit

WICHTIGKEIT: HOCH

Damit Bilder indexiert werden, müssen sie vom Webcrawler (Googlebot) verarbeitet werden können. Grundsätzlich sind Bilder crawl- und indexierbar. Sollen ausgewählte Bilder nicht indexiert werden, erfolgt das über eine robots.txt-Anweisung.

Diese robots.txt-Regel schließt die Verarbeitung eines Bildes für alle Webcrawler aus:

Diese robots.txt-Regel schließt die Indexierung eines Bildes für den Googlebot-Image (Google Bildersuche) aus:

Du kennst die robots.txt-Datei nicht? Alles Wissenswerte erfährst Du in meinem Blog-Beitrag: robots.txt erstellen und optimieren.

Alternativtext (alt-Tag)

WICHTIGKEIT: HOCH

Der Alternativtext (alt=““) ist eines der wichtigsten Bilder SEO-Signale. Ursprünglich diente er dazu, den Bildinhalt für sehbehinderte Besucher zu beschreiben. Der Alt-Tag wird in ausgewählten Browsern (etwa Lynx) statt des Bildes dargestellt bzw. vorgelesen. Googlebot verwendet den Alternativtext, um wichtige Informationen zum Bildinhalt zu sammeln.

Achte darauf, dass jedes Bild im Main-Content der Seite einen Alternativtext besitzt. Jeder Alt-Tag muss einzigartig sein.

Text in unmittelbarer Bildumgebung

WICHTIGKEIT: HOCH

Googlebot bewertet auch den Bild-umschließenden Text. Der Text in unmittelbarer Umgebung eines Bildes sollte also themenrelevant zu den Bild-Informationen sein. (Alternativtext, Dateiname, Bildtitel, etc.)

Beispiel: Ein Textabschnitt über den weltbekannten Muscle Beach in Kalifornien (gelb markiert) liefert positive Signale für das Bild, auf dem Arnold Schwarzenecker in jungen Jahren am Muscle Beach trainiert. Der an das Bild angrenzende Text bestätigt damit die Bildinformationen, wodurch Suchmaschinen den Bildinhalt besser deuten können.

Screenshot von welt.de über einen Artikel über Arnold Schwarzenegger am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel für Text in unmittelbarer Bildumgebung
Quelle: https://www.welt.de/reise/Fern/article123845501/Am-Muscle-Beach-wo-Schwarzenegger-gross-wurde.html

Beachte beim Bilder SEO, dass der an das Bild angrenzende Text thematisch zum Bild passt. Bild-Informationen erhalten Suchmaschinen-Bots vor allem durch den Alternativtext und den Dateinamen des Bildes.

Größen-Attribute (width/height)

WICHTIGKEIT: HOCH

Jedes Bild sollte Größen-Attribute (width/height) besitzen. Dadurch kann der Browser die Seite schneller rendern. Das verkürzt die Ladezeit. Sollte das Laden eines Bildes länger dauern, berechnet der Browser auf Basis der Größen-Attribute des Bildes einen Platzhalter. Das Bild wird nachgeladen.

Ich empfehle bei jedem Bild Größen-Attribute anzugeben. Vor allem bei Bildmaterial (Bilder, Icons, Illustrationen, etc.) im Supplementary Content (Navigation, Footer, etc.).

Dateigröße

WICHTIGKEIT: HOCH

Die Datenkompression führt zu einer kleineren Dateigröße, weil der Speicherplatzes des Bildes verringert wird. Dadurch können Bilder schneller geladen werden. Doch je stärker die Komprimierung ist, desto größer sind optische Verluste und die Bildqualität sinkt. Deshalb muss ein Kompromiss zwischen Kompressionsgrad und Bildqualität gefunden werden.

Bilder im Main-Content sollten erfahrungsgemäß 250KB nicht überschreiten. Je kleiner die Dateigröße, desto besser. Bilder sollten vor dem Upload in das CMS/Shopsystem komprimiert werden.

Online Services zur Bilder-KomprimierungTinyPNG, Squoosh
Offline Software zur Bilder-KomprimierungImageOptim App

Bildname (Dateiname)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Es ist empfehlenswert, jedem Bild einen aussagekräftigen Bildnamen (Dateiname) zu geben. Er beschreibt das Bild in wenigen Worten. Wörter sollten aus Kleinbuchstaben bestehen und durch Bindestriche getrennt werden, etwa:

/de/bilder/los-angeles-muscle-beach.jpg

Mehrsprachige Websites besitzen häufig übersetzte Inhalte. Dabei werden auch Bilder übernommen. Laut Google ist es nicht erforderlich, den Bildnamen für jede Sprachversion zu übersetzen. John Müller von Google begründet das damit, weil eine Bildversion das Crawlen und Indizieren deutlich vereinfacht, Quelle. (Anm. d. Autors: Ich interpretiere den Bezug der Aussage besonders auf statisches Bildmaterial im Supplementary Content, also Navigation, Footer, etc.)

Bildtitel (title-Tag)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Der Bildtitel (title=““) ist optional. Bewegt der Besucher den Cursor (Desktop-System) über das Bild, erscheint der Bildtitel. Er ergänzt den Alternativtext durch zusätzliche Informationen. Empfehlenswert ist ein Bildtitel für erklärungsbedürftige Bilder.

Frau hängt im bunten Ballett-Tutu an Ringen am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel eines Bildtitel (roter Rahmen)
Quelle: http://lookinforjonny.com/show-santa-monica-muscle-beach/

Ich empfehle jedem Bild im Main-Content einen Bildtitel zu geben. Der Aufwand ist gering und Suchmaschinen-Bots erhalten Zusatzinformationen zum Bildinhalt.

Bildunterschrift

WICHTIGKEIT: MITTEL

Eine Bildunterschrift wird unmittelbar unter einem Bild platziert. Sie beschreibt den Bildinhalt und ergänzt Copyright-Informationen, etc.

Bildunterschrift, Alternativtext, Dateiname und Bildtitel sollten thematisch identischen Inhalt besitzen. Die Verwendung einer Bildunterschrift sendet positive SEO-Signale. Die Bildunterschrift ist vor allem für erklärungsbedürftiges Bildmaterial (Grafiken, Tabellen, Illustrationen) im Main-Content der Seite ratsam.

In meinem Beispiel (roter Rahmen in Bild unten) informiert die Bildunterschrift den Leser, dass der Bildinhalt Männer am Muscle Beach und Santa Monica Pier abbildet.

Screenshot eines Bildes mit Sportler am Muscle Beach
Bilder SEO: Beispiel einer Bildunterschrift (roter Rahmen)
Quelle: https://www.travelbook.de/outdoor/sport/muscle-beach-in-venice-der-beruehmte-treffpunkt-der-pumper

Bilder-Sitemap

WICHTIGKEIT: MITTEL

Eine Bilder-Sitemap ermöglicht eine schnellere Indexierung. Sie darf nur Bilder auflisten, die verarbeitet werden dürfen. In der robots.txt-Datei sollte die Bilder-Sitemap als letzter Eintrag notiert werden:

Sitemap: https://example.com/bilder-sitemap.xml

Ratsam ist auch der Upload der Sitemap-URL in der Search Console-Property. Besonders für Online Shops bietet sich die Verwendung einer Bilder-Sitemap an. Neue Bilder sollten automatisch (Cronjob) in die bestehende XML Sitemap hinzugefügt werden. Webcrawler können diese Bilder dadurch schneller indexieren.

Beispiel-Schema einer Bilder-Sitemap mit einem Eintrag:

Ordnerstruktur und Speicherort

WICHTIGKEIT: MITTEL

Auf dem Webserver sollten Bilder ein einem separaten Verzeichnis abgelegt werden. Vor allem ist die kontextbezogene Trennung von Bildern für Werbung wichtig, zum Beispiel:

/de/bilder/content/website/
/de/bilder/blog/
/de/bilder/wiki/
/de/bilder/werbung/google-ads/
/de/bilder/werbung/affiliate-ads/
/en/images/blog/
/en/images/wiki/
/en/images/advertising/google-ads/
/en/images/advertising/affiliate-ads/

Diese Struktur bietet sich gleichzeitig an, um alle Bilder in einem Verzeichnis von der Verarbeitung auszuschließen. Sollen zum Beispiel keine für Werbung bestimmte Bilder vom Googlebot-Image indexiert werden, lässt sich das durch robots.txt-Anweisungen sehr einfach lösen:

Für mehrsprachige Websites sollte der Speicherort für Bilder auf Sprachverzeichnissen basieren. Je feingliedriger die Ordnerstruktur zur Bildablage auf dem Webserver ist, desto kürzere robots.txt-Anweisungen können erstellt werden.

Bildgröße (Kantenlänge)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Erfahrungen zeigen, kleine Bilder (Kantenlänge unter 300 Pixel) erzielen oft schlechtere Platzierungen in der Google Bildersuche. Besonders detailreiche Bilder mit vielen Farben und Grafiken mit Diagrammen sollten angemessen groß sein.

Google Bildersuche: los angeles muscle beach
Google Bildersuche: los angeles muscle beach

Gleichzeitig solltest Du vermeiden, unnötig große Bilder einzubinden, die auf der Seite stark skaliert werden. Ein Bild mit einer Kantenlänge von 3.000 Pixel auf einer Webseite auf 1.200 Pixel zu skalieren, wäre zum Beispiel ungünstig. Das große Bild frisst unnötig Speicherplatz und verlangsamt das Rendern der Seite.

Achte auf eine angemessene Bildgröße (Auflösung) vor dem Upload des Bildes in das CMS oder Shopsystem.

Bildformat (Seitenverhältnis)

WICHTIGKEIT: MITTEL

Es gibt drei Standardgrößen für Bilder im Web: Hochformat, Querformat und Quadrat. Laut aktuellem Kenntnisstand erzeugen Bilder im 4:3 Hoch- oder Querformat die größte Aufmerksamkeit in der Google Bildersuche. Doch die Technik entwickelt sich immer weiter und auch Bilder-Suchmaschinen passen sich stets den aktuellen Trends an.

So bieten Digitalkameras die Möglichkeit, das Seitenverhältnis zu wechseln, zum Beispiel von 4:3 auf 3:2. Dadurch wirkt das Bild etwas flacher. Beliebt ist auch das stark gestreckte Panorama-ähnliche 16:9-Format, das sich im TV und für Videos durchgesetzt hat. Es bietet sich besonders für Landschaftsfotos an.

Mehrfache Verwendung eines Bildes

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Mehrfach verwendete Bilder scheinen ein positives Signal für Google zu sein. Scheue dich also nicht, ein bereits verwendetes Bild mehrfach zu nutzen, wenn es sich thematisch anbietet. Es dauert oft Monate, bis ein gut optimiertes Bild in der Google Bildersuche eine Top-Platzierung erzielt. Durch Mehrfachverwendung kann die Platzierung beschleunigt werden.

Backlinks

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Bilder mit Backlinks können bessere Platzierungen in der Google Bildersuche erzielen. Vorausgesetzt, die Linkquelle ist indexiert und der Link überträgt positive Linksignale. Wenn die linkgebende Seite thematisch relevant zum Linkziel ist, stellt das ebenfalls ein positives Signal dar.

Dateityp

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Der Dateityp eines Bildes ist für die Platzierung in der Google Bildersuche nicht wichtig. Trotzdem sollte für jedes Bild das geeignete Dateiformat gewählt werden.

  • JPG-Format für Bilder mit vielen Farben, starken Kontrasten, Schattierungen (Fotos)
  • PNG-Format (24-bit) für Bilder mit Transparenzen (Logos), Text, Diagrammen
  • GIF-Format für animierte Bilder (Werbebanner, Animationen, etc.)

Wasserzeichen

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Bildwasserzeichen enthalten Grafiken (Logos) und/oder Texte, die auf einem digitalen Bild ergänzt werden. Ähnlich wie ein halbtransparenter Stempel. Fotografen und Künstler verwenden Wasserzeichen für ihre Fotos, um das Copyright zu stärken.

Bodybuilder am Muscle Beach in Kalifornien ©Per Bernal
Bodybuilder am Muscle Beach in Kalifornien ©Per Bernal
Quelle: https://www.muscleandfitness.com/athletes-celebrities/vintage-muscle-arnold-schwarzenegger-revisits-muscle-beach/

Doch die meisten Blogger und Unternehmen verzichten auf Wasserzeichen. Dabei sind diese hilfreich, etwa um:

  • Informationen zum Urheber zu ergänzen, also geistiges Eigentum digital zu schützen.
  • die Bildherkunft zu bestimmen, etwa wenn das Wasserzeichen eine URL darstellt.
  • die unerlaubte Vervielfältigung und Verbreitung zu verringern.
  • die unbefugte Nutzung zu lokalisieren.

Was bedeutet das für die SEO? Wenn Du in einem Bild nachträglich ein Wasserzeichen ergänzt und das aktuelle Bild ersetzt, interpretiert Google dieses als neues Bild. Bedeutet, bestehende Bilder-Rankings gehen verloren. Deshalb solltest Du vor dem Bilder-Upload entscheiden, ob das Bild ein Wasserzeichen erhält oder nicht. Oder Du verwendest ein Plugin, wodurch jedes Bild beim Upload ein Wasserzeichen erhält, wie Image Watermark (WordPress).

Erfahrungsgemäß können Bilder auch keine Rankings generieren, wenn sie übertrieben große Wasserzeichen enthalten, so dass wichtige Bildinhalte verdeckt werden. Das sollte vermieden werden.

Bilder mit Wasserzeichen besitzen aus SEO-Sicht grundsätzlich keinen Nachteil. Schließlich finden sich in der Google Bildersuche auch Unmengen an Stockfotos mit Wasserzeichen. Ich empfehle jedoch darauf zu achten, dass Wasserzeichen keine wesentlichen Bildinhalte verdecken – vor allem bei erklärungsbedürftigen Bildern.

Google Bildersuche: iStock-Bilder mit Wasserzeichen
Google Bildersuche: iStock-Bilder mit Wasserzeichen

Übrigens beschäftigt sich Google schon länger mit Wasserzeichen: Ein Team von Google Wissenschaftlern hat einen Algorithmus entwickelt, um Wasserzeichen auf Bildern restlos zu entfernen. Gleichzeitig zeigt das Team aber auch Möglichkeiten auf, die Instabilität der Wasserzeichen zu korrigieren. (Weiterlesen: Google Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Stockfotos – binnen Sekunden)

EXIF-Daten

WICHTIGKEIT: NIEDRIG

Digitalkameras und Smartphones speichern für jedes Foto EXIF-Daten ab. EXIF steht für Exchangeable Image File und umfasst verschiedene Daten, die Informationen zur Kamera (Smartphone) und zum Foto liefern, wie:

  • Hersteller
  • Kameratyp
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO-Wert
  • Brennweite
  • Bildauflösung
  • Bildkompression
  • Dateityp
  • Weissabgleich
  • Blitz-Modus
  • Fotoprogramm

Für die Platzierung in der Bildersuche scheinen EXIF-Daten aktuell nicht wichtig zu sein.

EXIF-Daten können mit verschiedenen Tools ausgelesen und bearbeitet werden, wie Adobe Lightroom oder Capture One.

Literatur-Empfehlungen

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