URL Rendern mit Google Search Console

  28. August 2018

Die Google Search Console bietet eine bequeme Funktion, um eine URL von Google abrufen und rendern zu lassen. Gleichzeitig kann man die URL zur Indexierung bei Google anmelden. Durch die Rendern-Funktion findet man heraus, ob wichtige Ressourcen blockiert werden, die für den Seitenaufbau der Website erforderlich sind, wie: JavaScripte, CSS-Dateien, Bilder, etc)

Die Funktion Rendern findet man in der Google Search Console unter „Crawling“ > „Abruf wie durch Google“. Zunächst gibt man die Webseite an, die man analysieren möchte. Anschließend wählt man das Device, als Standard ist „Desktop“ ausgewählt. Im dritten Schritt klickt man auf „Abrufen und Rendern“:

Abruf wie durch Google // Search Console
Abruf wie durch Google // Search Console

Nach kurzer Zeit findet man das Analyse-Ergebnis auf der Seite. Durch Klicken auf die URL gelangt man zur Detailansicht. Auf dieser Seite erfährt man, wie Google die Inhalte der URL visuell sieht („So sah der Googlebot die Seite“). Rechts daneben sieht man wie ein Nutzer diese Seite sieht („So hätte ein Besucher Ihrer Website die Seite gesehen“). Beide Ergebnisse sollten identisch sein. Stellt man deutliche Unterschiede fest, so werden Ressourcen für Googlebot blockiert. Dem sollte man nachgehen. Ich empfehle die Anweisungen zunächst in der robots.txt zu prüfen („Crawling“ > „robots.txt-Tester“).

URL Rendern // Google Search Console
URL Rendern // Google Search Console

Ebenso informativ ist die Funktion, den Quellcode der URL zu betrachten. Hierfür klickt man auf den Reiter „Abrufen“. Der Quellcode kann hier nicht nur bewertet werden, sondern man erhält wichtige Header-Informationen für die abgefragte URL (Zeilen 1-13). Außerdem stellt Google die Download-Zeit in Sekunden dar.

Quellcode abrufen // Google Search Console
Quellcode abrufen // Google Search Console

Rendern dient zur Cloaking-Erkennung

Die Rendern-Funktion finde ich überaus nützlich, stellt sie nicht zuletzt einen einfachen aber effektiven Cloaking-Check dar. Sie lohnt sich insbesondere bei neuen Websites, nach Relaunches oder Redesigns, um zu bewerten, wie Google eine URL sieht. Damit bietet Google hilfreiche Funktionen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

Kommentare(4)

  • Andreas Herrmann
    8. April 2018, 12:49  Antworten

    Hilft das „Rendern“ oder die Sitemap neu einzureichen auch dabei die Eingereichten, aber bislang nicht indexierten Seiten zu indexieren? Das ist nämlich mein Problem: Google benennt mir in der Search Control ungefähr 60 mehr eingereichte Seiten, aber eben zu wenig indexierte. Haben Sie einen Tipp für mich? Dankende Grüße!

    • Jens Fröhlich
      21. Mai 2018, 16:44

      Hallo Andreas,

      nein dafür gibt es keine Garantie. Wichtig ist, dass in Deiner Sitemap nur URLs aufgelistet werden, die einen HTTP Statuscode 200 liefern, in der robots.txt nicht ausgeschlossen sind, Robots Meta Tag „index“ setzen und kein Canonical Tag auf eine andere Ressource besitzen. Das empfehle ich nochmal zu prüfen und ggf. zu optimieren.

      VG Jens

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