SEO und versteckte Inhalte (hidden content)

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  8. Mai 2019

Mit dem Mobile First Index stellte Google 2018 seinen Blickwinkel von Desktop auf Smartphone um. Ändert Google damit auch seine scharfe Perspektive, versteckten Inhalt (hidden content) nicht zu bewerten oder bekommen in Tabs, Reiter oder Akkordeons verpackte Inhalte zukünftig Relevanz bei der SEO-Bewertung? Erfahre jetzt, wie Du ab der Mobile First-Migration von Google mit versteckten Inhalten umgehen solltest.

Was ist mit Mobile First gemeint?

In meinem Blog-Beitrag vom 15.10.2016 Googles Mobiler Index wird Hauptindex berichte ich, dass Google den Such-Traffic durch Mobilgeräte stärker bewerten wird. Nicht die Inhalte, die ein Desktop-Nutzer (PC/Laptop) einer Webseite sieht, nutzt Google als Berechnungsgrundlage für die Suchergebnisse, sondern das was ein Smartphone-Nutzer sieht. Google nennt das: Mobile First Indexierung.

Eine schlechte oder fehlende Optimierung für Mobilgeräte wird sich ab Mobile First (Rollout im März 2018) spürbar auf Sichtbarkeit und Keyword-Rankings auswirken. Wenn Du eine mobile Website bereitstellst, die unter einem anderen Hostnamen erreichbar ist, als die Desktop-Version (zum Beispiel: mobil.mein-shop.com), solltest Du gewährleisten, dass die mobile Version den selben Kerninhalt bereitstellt, wie die Desktop-Version. Oft stellt die mobile Version weniger Inhalt und Funktionen bereit und das ist aus SEO-Sicht schlecht.

Die mobile Version einer nicht-responsiven Webseite sollte den selben Kerninhalt bereitstellen, wie die Desktop-Version. Empfehlenswert ist aber die Etablierung eines responsiven Webdesign.

Versteckte Inhalte in Tabs, Reiter, Akkordeons

Häufig werden Inhalte in Tabs, Reiter oder Akkordeons auf Mobilgeräten verschoben, um eine bessere User Experience und Nutzbarkeit zu ermöglichen. Bis zum Mobile First-Rollout im März 2018 bewertete Google versteckte Inhalte nicht – egal mit welchem Device die Webseite aufgerufen wird. Deshalb sollten wichtige Informationen nicht in geschlossene Tabs, Reiter oder Akkordeons gepackt werden.

Google: Aus UX-Gründen werden versteckte Inhalte voll gewertet

Gary Illyes (Google) wurde auf Twitter gefragt: „Auf Desktop-Systemen werden Inhalte in Seitenelementen, wie Akkordeons, entwertet oder nicht indiziert. Ist das beim Crawlen von mobilen Inhalten genauso?“ worauf er antwortete, dass in der Mobile First-Welt aus UX-Gründen versteckte Inhalte (hidden content) uneingeschränkt bewertet werden.

Auf Basis der aktuellen Google Richtlinien für Webmaster gehe ich also davon aus, dass versteckte Inhalte (hidden content) von Google akzeptiert werden, sobald die Mobile First Indexierung aktiv ist. Werden Inhalte in Tabs, Reiter, Akkordeons abgelegt, um die Seite besser nutzbar zu machen, sollte das aus Google-Sicht also keine negativen Folgen mehr haben?!

Laut Google werden Inhalte in Tabs, Reiter und Akkordeons sowie Hamburger-Menüs vollständig gewertet. Wie das in der Praxis aussieht, dafür fehlen derzeit noch Erkenntnisse.

Google 2019: Dauerhaft versteckte Inhalte vermeiden

Der Mobile First-Index wurde vor einem Jahr ausgerollt und nun stellt sich die Frage, welche Erkenntnisse es gibt. Können SEO-relevante Kerninhalte wirklich in Tabs, Reiter oder Akkordeons gepackt werden, um dem mobilen Nutzer eine besser Nutzbarkeit zu ermöglichen?

Google hat sich im März 2019 zum Umgang mit „versteckten Inhalten“ (hidden content) geäußert: Dauerhaft versteckte Inhalte werden von den Algorithmen mit der Zeit abgewertet. Zwar ist hidden content für Google im Zusammenhang mit einem responsiven Webdesign in Ordnung, jedoch begrüße Google dieses Verfahren im Allgemeinen nicht, so John Müller in einem Webmaster-Hangout vom 05.03.2019.

Mit „dauerhaft versteckt“ meint John Müller Techniken, wie den Text per CSS mit einer Fontgröße von Null anzuzeigen oder weissen Text auf weissem Hintergrund zu platzieren. Diese Methoden führen zwar zu keiner Abstrafung (Penalty), jedoch werden diese Inhalte immer seltener in den Suchergebnissen und SERP Snippets erscheinen.

Dauerhaft versteckte Inhalte sollten aus SEO-Sicht vermieden werden. Diese Techniken bringen keine Vorteile. Aus UX-Gründen in Tabs, Reiter, Akkordeons oder Hamburger-Menüs verpackte Inhalte, werden jedoch vollständig gewertet. Das sagt zumindest Google.

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