Versteckte Inhalte bei Mobile First Indexierung

  28. August 2018

Google stellt den Fokus der Datenverarbeitung seiner Suchcrawler um und wird die mobile Website-Version bevorzugen. Bei dieses neuen Mobile First Indexierung bewertet Google versteckte Inhalte (hidden content) anders, als bisher. Erfahre jetzt, wie du ab der Mobile First-Migration von Google mit versteckten Inhalten umgehen solltest.

Versteckte Inhalte (hidden content) und SEO - Header

Was ist mit Mobile First gemeint?

In meinem Blog-Beitrag vom 15.10.2016 Googles Mobiler Index wird Hauptindex berichte ich, dass Google den Such-Traffic durch Mobilgeräte stärker gewichten wird. Nicht die Inhalte, die ein Desktop-Nutzer einer Webseite sieht, wird Google zukünftig als Berechnungsgrundlage der Suchmaschinen-Rankings nutzen, sondern das was ein Smartphone-Nutzer sieht. Google nennt das: Mobile First Indexierung.

Eine schlechte oder fehlende Optimierung für Mobilgeräte wird sich ab Mobile First spürbar auf Sichtbarkeit und Keyword-Rankings auswirken. Wenn Du eine mobile Website bereitstellst, die unter einem anderen Hostnamen erreichbar ist (zum Beispiel: mobil.mein-shop.com), solltest Du gewährleisten, dass die mobile Version den selben Hauptcontent bereitstellt, wie die Desktop-Version der Seite. Denn häufig stellt eine mobile Version weniger Inhalte und Funktionen bereit, als die Desktop-Version. Smartphone-Nutzer erhalten also eine reduzierte Version Deiner Website und das wäre schlecht.

Versteckte Inhalte in Tabs, Reiter, Akkordeons

Häufig werden Inhalte in Tabs, Reiter oder Akkordeons auf Mobilgeräten dargestellt, um eine bessere User Experience und Nutzbarkeit zu ermöglichen. Die Website lässt sich dadurch auf Smartphones besser benutzen. Doch Google bewertet versteckte Inhalte bei der Bewertung nicht oder nur teilweise – egal mit welchem Endgerät die Website aufgerufen wird. Deshalb sollten wichtige Informationen nicht in geschlossenen Tabs, Reiter oder Akkordeons bereitgestellt werden.

„Stellen Sie sicher, dass die wichtigsten Inhalte Ihrer Website standardmäßig sichtbar sind. Google ist in der Lage, HTML-Inhalte zu crawlen, die sich hinter Navigationselementen wie Tabs oder maximierbaren Bereichen verbergen. Wir stufen diese Inhalte jedoch als weniger zugänglich für Nutzer ein und sind der Ansicht, dass die wichtigsten Informationen in der Standard-Seitenansicht sichtbar sein sollten.“ Google Richtlinien für Webmaster

Strategie-Änderung bei Mobile First?

Gary Illyes wurde auf Twitter gefragt: „Auf Desktop-Systemen werden Inhalte in Seitenelementen, wie Akkordeons, entwertet oder nicht indiziert. Ist das beim Crawlen von mobilen Inhalten genauso?“ worauf er antwortete, dass in der Mobile First-Welt aus UX-Gründen versteckte Inhalte (hidden content) uneingeschränkt bewertet werden. Auf Basis der aktuellen Google Richtlinien für Webmaster gehe ich also davon aus, dass versteckte Inhalte (hidden content) von Google akzeptiert werden, sobald die Mobile First Indexierung aktiv ist. Werden Inhalte in Tabs, Reiter, Akkordeons abgelegt, um die Seite besser nutzbar zu machen, wird das aus Google-Sicht also keine negativen Folgen mehr haben. Diese Information von Gary Illyes ist sehr hilfreich, denn viele Website-Betreiber sind verunsichert, wie sie Seiteninhalte optimal auf Smartphones darstellen sollen, ohne das der Nutzer entnervt abspringt.

Durch Tabs, Reiter, Akkordeons standardmäßig ausgeblendete Inhalte bewertet Google nur teilweise. Sie werden aber indexiert. Wenn ein Nutzer gezielt nach diesen Inhalten bei Google sucht, werden diese auch angeboten. Allerdings testet Google derzeit, wie diese Inhalte zukünftig für den mobilen Index interpretiert werden und wie Webmaster am Besten instruiert werden sollen. (Quelle)

Lese hier weiter und erfahre wichtige Neuigkeiten zur Mobile First Indexierung.

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