Negative SEO durch Linkspam › Showcase + Lösung

Häufig weise ich bei meinen SEO Trainings darauf hin, dass Negative SEO in stark kompetitiven Märkten leider auf dem Vormarsch ist. Hierbei werden fiese SEO Techniken angewendet, die gegen die Qualitätsrichtlinien der Suchmaschinen-Betreiber verstoßen, um damit einem Wettbewerber zu schädigen. In diesem Beitrag stelle ich einen realen Fall vor und zeige auf, wie Du Deine Website effektiv vor Negative SEO-Attacken schützen kannst.

Negative SEO, Linkspam - Header

Viele meiner treuen Blog-Leser wissen sicher, dass wichtige Suchbegriffe einer Website kontinuierlich überwacht werden sollten. Diese Ranking Checks bieten die Möglichkeit, auffällige Positionsveränderungen schnell und effektiv bewerten zu können. So handhabe ich das auch für meine Website, für die ich eine Handvoll wichtiger Keywords überwache und die tagesaktuellen Positionen ermittle. Ende August fielen mir auffällige Rankingverluste auf, wie:

Rankingverluste durch Negativ SEO-Attacke // SERPWatcher
Rankingverluste durch Negativ SEO-Attacke // SERPWatcher

Die Positionsveränderungen sind auffällig, weil die Platzierungen dieser Keywords in den letzten Wochen und Monaten relativ stabil waren. Wenn Du bei Deinen Keywords auffällige Trends feststellst, solltest Du aktiv werden und die Ursachen finden. Doch das ist nicht immer einfach, weil die Ursachen sehr verschieden sein können. Von technischen Fehlkonfigurationen die kürzlich im System durch Änderungen hervorgerufen wurden, bis zu Negative SEO durch Linkspam oder DDoS-Attacken ist alles möglich. Externe Ursachen können auch verantwortlich sein, wie Algorithmus Updates von Suchmaschinen.

An dieser Stelle fasse ich mich kurz: Ich habe die Ursache schnell gefunden: Wöchentlich schaue ich mir mehrmals die Backlink-Entwicklung von meiner Website an und hier ist mir aufgefallen, dass die Backlinks und linkgebenden Domains (DomainPop) Ende August 2017 massiv ansteigen. Zum besseren Verständnis habe ich die Daten durch einen gelben Hintergrund hervorgehoben:

Auffällige Entwicklung der Backlinks // ahrefs
Auffällige Entwicklung der Backlinks // ahrefs

Diese neuen Backlinks ab dem 23.08.2017 habe ich bewertet und festgestellt, dass 71 Backlinks auffällig sind, weil sie pornografische Linktexte besitzen und von nutzlosen Domains stammen, zum Beispiel:

Spammy Backlinks // ahrefs
Beispiel: Spammy Backlinks // ahrefs

In diesem Fall habe ich alle 71 Backlinks bewertet und meiner Disavow Liste hinzugefügt – denn alle 71 Links sind spammy. Anschließend habe ich die aktualisierte Disavow Liste bei Google eingereicht und die ungewünschten Domains entwertet. (Wenn Du bei auf den Domains ein Impressum findest, empfehle ich mit den Website-Betreibern Kontakt aufzunehmen und Sie um Stellungnahme zu bitten. Ich empfehle alle schlechten Links entfernen zu lassen. Häufig besitzen diese Domains aber keine Kontaktdaten, so dass nur die Möglichkeit zum disavowen bleibt.)

Google meint zwar, diese Enwicklungen sind für den Website-Betreiber unschädlich, weil die Algorithmen diese Links schnell als Spam identifizieren und entwerten. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn die Korrelation, das in dem Zeitfenster wichtige Keyword-Rankings einbrechen, während die meisten Spam-Links gefunden werden, ist doch zwiespältig. Ich finde also, dass man sich nicht blind auf Google verlassen sollte und man gut beraten ist, ein sauberes SEO Controlling zu etablieren. Die Google Trends-Daten der letzten 12 Monate für den Suchbegriff „negative seo“ zeigen auch, dass dieses Thema weltweit teilweise genauso populär ist, wie die Suche nach „linkbuilding“:

Popularität (2017) von: negative seo // Google Trends
Popularität (2017) von: negative seo // Google Trends

Updates

26 Oktober 2017
Updates'
Updates

Auch andere Domains betroffen

Gestern las ich einen interessanten Blog-Beitrag von den Kollegen von Performics, siehe hier. Offenbar sind auch größere Domains von diesen Links betroffen: So hat ein Mitarbeiter von Elitepartner im Google-Produktforum um Unterstützung gebeten, worauf ein Google Mitarbeiter darstellte, dass die schädlichen Links offenbar als Spam erkannt wurden sind und keinen negativen Impact hatten. Trotzdem melden er und auch andere betroffene Seitenbetreiber starke Sichtbarkeitsverluste.

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  Jens Fröhlich   Gepostet in: OffPage SEO   Schlagwörter: , , ,  

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