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  25. Juni 2019

Keine SEO Kennzahl entfacht mehr Uneinigkeit in der SEO Branche als der Sichtbarkeitsindex. Während einige SEO’s diese Kennzahlen, wie den Sistrix Sichtbarkeitsindex, die Searchmetrics SEO Visibility oder den Xovi OVI entschieden ablehnen, analysieren andere SEO’s diese Metriken bis ins kleinste Detail. Informiere Dich jetzt zum SEO Sichtbarkeitsindex und erfahre, ob er für Dich eine wichtige Kennzahl ist.

Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Der Sichtbarkeitsindex (SI) ist eine künstliche SEO-Metrik. Er beschreibt die Sichtbarkeit einer Domain (je nach Software auch: Host/ Verzeichnis/ URL) in einem Suchmaschinen-Index und berechnet wie wahrscheinlich es ist, Suchmaschinen-Nutzer zu gewinnen. Nun könnte man meinen: Je höher der Sichtbarkeitsindex ist, desto mehr organischer Traffic wird generiert. Doch das trifft nicht zu. Kein Sichtbarkeitsindex basiert auf realen Traffic-Daten. Der Sichtbarkeitsindex ist also kein Traffic-Index, auch wenn er mit Tracking-Daten (zum Beispiel Google Analytics) korrelieren kann.

Drei Beispiele aus der Praxis, bei denen ich den täglichen Sichtbarkeitsindex von Sistrix mit den organischen Sitzungen der Website/des Shops (Google Analytics) vergleiche:

Beispiel 1: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen
Beispiel 1: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen
Beispiel 2: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen
Beispiel 2: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen
Beispiel 3: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen
Beispiel 3: Sistrix Sichtbarkeitsindex versus organische Sitzungen

Die Beispiele zeigen, dass der Sichtbarkeitsindex identisch mit den organischen Sitzungen verlaufen kann aber keine geeignete Metrik ist, um den SEO-Traffic der Domain darzustellen. Korrelation ist keine Kausalität.

Sistrix Sichtbarkeitsindex

Die Blaupause in Deutschland ist der Sistrix Sichtbarkeitsindex. Er wird wöchentlich auf Basis eines Keyword-Sets für jeden Suchmaschinenindex berechnet. Laut meiner Kenntnis sind etwa 90 Prozent der Begriffe fester Bestandteil des Keywordsets. Die restlichen zehn Prozent werden regelmäßig aktualisiert. Das macht vor allem dann Sinn, wenn es wichtige Ereignisse gibt, die starken Einfluss auf das Suchverhalten haben – wie „Brexit 2019“.

Möchtest Du beispielsweise den Sistrix Sichtbarkeitsindex für „www.zalando.de“ ermitteln, gibst Du die Adresse´ im Suchschlitz der Sistrix Toolbox ein. Wenn Du das SEO Modul gebucht hast, bekommst Du den aktuellen Sichtbarkeitsindex als Zahl und als grafischen Verlauf angezeigt. Wenn Du Sistrix nicht nutzt, kannst Du hier den Sistrix Sichtbarkeitsindex kostenlos bestimmen.

Sistrix Sichtbarkeitsindex für www.zalando.de
Sistrix Sichtbarkeitsindex für www.zalando.de

Online Value Index (OVI) von Xovi

Xovi hat ebenfalls einen eigenen Sichtbarkeitsindex kreiert, den Online Value Index (OVI). Er stellt die Sichtbarkeit im Suchmaschinen-Index zu allen platzierten Keywords dar. Das Keyword-Set für Google.de beinhaltet etwa 3 Millionen Suchbegriffe und wird laut meiner Kenntnis wöchentlich gecrawlt. Die Keyword-Sets für Österreich und Schweiz besitzen jeweils 1 Million Begriffe. Es stehen weitere Länder zur Verfügung.

Xovi OVI für www.zalando.de
Xovi OVI für www.zalando.de

Searchmetrics SEO Visibility

Searchmetrics bezeichnet seinen Tool-internen Sichtbarkeitsindex als SEO Visibility. Gebildet wird sie aus dem Suchvolumen und den Positionen der rankenden Keywords. Dabei wird jede Position individuell anhand eines von Searchmetrics ermittelten Faktors gewichtet. Auch die Kategorie des Keywords – wie „navigational“ oder „informational“ – nimmt Einfluss auf die berechnete SEO Visibility. Hier findest Du meine Review von Searchmetrics Essentials.

Searchmetrics SEO Visibility für zalando.de
Searchmetrics SEO Visibility für zalando.de

Zwischenbemerkungen

Der Sichtbarkeitsindex jedes SEO-Tools basiert auf einem autarken Algorithmus und auf individuellen Keyword-Sets. Dadurch sind Sichtbarkeitsverläufe oft unterschiedlich, wie die Screenshots der drei vorgestellten SEO-Tools zeigen. Ich empfehle die SEO-Sichtbarkeit als Trendindikator zu betrachten – mehr nicht. Signifikante Änderungen empfehle ich detailliert zu bewerten, zum Beispiel die TOP-20 Rankingveränderungen aller Keywords ab einem gewünschten Suchvolumen und die Rankingverläufe auffälliger Keywords analysieren. Auch die Veränderung der Ranking-Verteilung kann wichtige Hinweise liefern.

Sichtbarkeitsindex: Sinnvoll

Der Sichtbarkeitsindex verschafft Dir stets einen Überblick zur Auffindbarkeit Deiner Website auf Basis des Keyword-Sets. Alle genannten SEO-Tool-Anbieter stellen den Sichtbarkeitsindex als IST-Wert und visuell im zeitlichen Verlauf dar. Viele Anbieter markieren wichtige Google Updates im Diagramm, so dass Du bestimmte Entwicklungen leicht einem spezifischen Update zuordnen kannst. Gleichzeitig kannst Du mehrere Wettbewerber mit Deiner Website in einem Diagramm vergleichen, was Dir Hinweise zur Wettbewerbsfähigkeit verschafft.

Sistrix Sichtbarkeitsindex-Vergleich mehrerer Shops
Sistrix Sichtbarkeitsindex-Vergleich mehrerer Shops

Sichtbarkeitsindex: Nicht sinnvoll

Der größte Fehler bei der Interpretation vom Sichtbarkeitsindex liegt beim Anwender, weil er häufig als Traffic-Index zweckentfremdet wird.Doch selbst bei korrekter Deutung des Sichtbarkeitsverlaufs kann dieser Index nicht immer weiterhelfen. Ich habe festgestellt, dass vor allem Websites mit wenigen Keyword-Rankings sehr geringe Sichtbarkeitswerte generieren. Diese Kurven sind nicht aussagekräftig. Verändert bereits ein Keyword seine Position signifikant, kann das zu enormen Auf-/Abwärtspeaks führen, die den Sichtbarkeitsindex zusätzlich verzerren.

Zweiter Nachteil ist, dass die allgemeinen Sichtbarkeitsindizes auf dem Keywordset des Tool-Anbieters basieren. Sehr oft sind Nischen-Keywords nicht erfasst, so dass keine Keyword-Rankings ermittelt werden können und diese folglich auch keinen Einfluss auf den Sichtbarkeitsindex haben. Der Sichtbarkeitsindex ist nahezu unbrauchbar.

Sistrix Sichtbarkeitsindex für eine kleine Nischen-Website
Sistrix Sichtbarkeitsindex für eine kleine Nischen-Website

Die Lösung

Erstelle ein eigenes Keywordset mit Suchbegriffen, zu denen Deine Website in den Top-10 Suchergebnissen ranken soll. Oder erstelle ein Branchen-Keyword-Set mit Begriffen, die in Deiner Branche wichtig sind und überwache die Keyword-Rankings für Deine Website und für wichtige Wettbewerber.

Einige SEO Tools ermöglichen es eigene Keywordsets zu erstellen, für die auch ein individueller Sichtbarkeitsindex berechnet wird. (SISTRIX Optimizer Modul, Serpwatcher, Xovi Suite, Searchmetrics Suite, Wise SEO, usw.) Je mehr relevante Keywords in diesem Keywordset enthalten sind, desto aussagekräftiger ist der Sichtbarkeitsindex. Tipp: Erhebe die Keyword-Rankings für die Desktop- und mobilen Suchergebnisse.

Je mehr Keywords zur Berechnung eines Sichtbarkeitsindizes beitragen, desto besser. Willst Du beispielsweise einen Branchen-Sichtbarkeitsindex erstellen, empfehle ich, selbst für Nischenmärkte mindestens 50 Keywords zu überwachen. Das Keywordset sollte mindestens so viele Keywords enthalten, um den Markt aus allen Blickwinkeln bewerten zu können (informationell, transaktionell, usw.) Möchtest Du eine Website für mehrere Länder und Sprachen überwachen, solltest Du für jedes Land und jede Sprache ein Keywordset erstellen.

Sistrix Sichtbarkeitsindex auf Basis eines individuellen Keywordsets
Sistrix Sichtbarkeitsindex auf Basis eines individuellen Keywordsets

Schlussbemerkungen

Der Sichtbarkeitsindex ist eine hilfreiche allgemeine SEO-Kennzahl, um die Sichtbarkeit in einer Suchmaschine und deren Entwicklung darzustellen. Je populärer die Branche und je größer die Website, desto wahrscheinlicher sind authentische Sichtbarkeitsverläufe. Kleine Websites und Nischen-Websites sollten zusätzlich durch einen eigenen Sichtbarkeitsindex auf Basis eines individuellen Keywordsets überwacht werden.

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Kommentare(25)

  • Malte Landwehr
    29. Januar 2014, 18:45  Antworten

    Gute Übersicht! wiseseo.de hat glaube ich auch einen Sichtbarkeitsindex, oder?

    „Das bedeutet, dass der OVI mitteilt, wie gut und wie oft eine Domain insgesamt zu allen Keywords platziert ist.“

    Der Satz klingt so, als würde Xovi _ALLE_ Keywords die es gibt für den OVI berücksichtigen 😉

  • 29. Januar 2014, 21:14  Antworten

    Guter Artikel Jens! Der Sichtbarkeitsindex macht für mich auch nur Sinn, wenn man den Verlauf über einen längeren Zeitraum betrachtet. Für kleine Zeitperioden ist er oftmals bei den unterschiedlichen Tools in der Tendenz stark abweichend je nach vorhandenem Keywordset.

  • 29. Januar 2014, 22:42  Antworten

    Hey Jens,

    sehr schöner Artikel. Da steht eigentlich alles drin, was man über die Sichtbarkeitsindizes wissen sollte.

    Beste Grüße
    Christoph

  • 30. Januar 2014, 15:32  Antworten

    Hallo Jens,

    ein Anruf bei oder eine Mail an XOVI hätte Dir die gewünschte Auskunft gebracht. Der OVI basiert auf den Ranking-Daten unserer kompletten Datenbank und natürlich nicht aller bei Google vorhandenen Keywords. Stimmt – wie soll das gehen?

    Das Keyword-Set, dass wöchentlich gecrawlt wird beläuft sich auf ca. 3 Millionen Keywords und dort ebenfalls die TOP 100.

    Gruß
    Sascha

    • Jens Fröhlich
      30. Januar 2014, 15:36

      Hallo Sascha,

      besten Dank für die transparente Auskunft zu Euren Daten.

      Viele Grüße
      Jens

  • 30. Januar 2014, 17:05  Antworten

    Hi Jens,

    bei Verständnisfragen einfach mal bei den Toolanbietern melden, da beißt keiner. 😉 Zu SEOlytics zwei Anmerkungen:

    a) Die Metrik heißt „SEOlytics Visibility Rank“, deshalb SVR. Vom Algorithmus funktioniert es so: Die organischen Rankings der Domain (bezogen auf die Referenzdatenbanken) werden ermittelt und bewertet bzgl. Ranking/Position. Die Annahme, welche fast alle Toolanbieter treffen, ist dass die CTR in den Suchergebnissen den möglichen Traffic beeinflusst. Ist ja soweit logisch: Top-Position auf Seite 1 = viele Besucher, Ranking auf Seite 10 wahrscheinlich nix mehr. Dazu werden Kennzahlen wie Suchvolumen als Gewichtung (wie wertvoll ist das Keyword) hinzu genommen. Die Intention dabei ist die „Ausschläge“ bei Veränderungen auf wertvollen Keywords stärker darzustellen. Der CPC – keine SEO-Kennzahl per se – wird bei uns als Daumenwert für eine mögliche Conversion (Biet-Mechanismus, gehen wir davon aus der Markt ist nicht blöd) in der Gewichtung verwendet. Kunden, welche bei uns eigene Industrie/Branchen Datenbanken betreiben, verwenden stattdessen (wenn vorhanden) eigene Conversionkennzahlen, um die Gewichtung noch besser auszusteuern.

    b) SEOlytics bietet eine kostenlose Starter Version unter http://www.seolytics.de an, hier kann jeder vollwertig auf SVR und die Referenzdatenbanken zugreifen und darauf unbegrenzte Analysen durchführen.

    Bezogen auf den nach wie vor starken Fokus vieler Marktteilnehmer auf allgemeine Sichtbarkeitskennzahlen kann ich Dir nur Recht geben. Nach wie vor gibt es zu viele Tool User, welche die verwendeten Algorithmen ungenügend hinterfragen und dann bzgl. Datenbasis durcheinander kommen und denken eine solche Kennzahl wird auf der kompletten Longtail-Datenbank berechnet, was nicht der Fall ist.

    SEOlytics hat Anfang 2012 bereits im täglichen SEO Monitoring Möglichkeiten geschaffen mit individuellen Keyword-Clustern – nennt sich Daily Visibility Rank (DVR) – zu arbeiten. Hier kann ich mir beliebige Subsegmente auf meinen eigenen Keywordsets erstellen. Problematisch bei den „allgemeinen Datenbanken“ ist ja vor allem auch die Datenbasis (vom Toolhersteller ausgewählt) – als ad-hoc Analyse nett und für große Seiten sicher von der Korrelation besser, aber für ein strategische Performancebewertung oft ungenügend. Wie groß ist die Übereinstimmung zum eigenen Geschäftsmodell? Die Frage können viele User gar nicht erst beantworten, bzw. kann man es in einigen Tools gar nicht erst herausfinden. Bei einem individuellen Keyword-Cluster gibt es hier keine Unschärfe. Im täglichen Workflow ein Unterschied wie Tag und Nacht, zumal ich viel bessere Detaildaten habe, sofern ich Problem analysieren möchte. Das Volumen ist dabei egal (vom Account abhängig), wir haben User die DVRs auf 20.000 und mehr Keywords angelegt haben.

    Für Kunden die sehr große Keywordsets als Grundlage benötigen gibt es auch bessere Möglichkeiten. Bei uns nennt sich das ganze Industry Visibility Rank (IVR) und ermöglicht international die vollständige SERP-Exploration – auf allen Rankings der ersten 10 Seiten (also auch der Konkurrenz) inklusive Universal Search Einblendungen oder Knowledge Graph. Möglich für Keywordsets größer 50.000 Datenpunkte. Hier kann der User sogar den Algorithmus beliebig beeinflussen. Bei diesen Datenmengen finden die Kundenauswertungen dann im Rechencluster statt.

    Das nach wie vor einige in der Branche (auch mancher Toolanbieter) den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität gerne ignorieren passt zum ungenauen Umgang mit Kennzahlen im „magischen SEO Markt“. Man kann sehr viele gute Insights aus Tools bekommen, aber das ist meist mit etwas Arbeit, Ressourcen und einer konkreten Kenntnis der relevanten Fragestellungen/Kennzahlen verbunden. Aber da der Druck auch im SEO immer größer wird, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben das ändert sich irgendwann.

    /end walloftext

    • Jens Fröhlich
      30. Januar 2014, 17:21

      Sören, besten Dank für dein umfassendes Statement. Auch für mich sind neue Erkenntnisse dabei und für viele Leser ist dein Kommentar sicher sehr hilfreich, danke.

      VG
      Jens

  • 30. Januar 2014, 17:12  Antworten

    Sehr schöner Artikel Jens,

    am besten man lässt sich gleich die Google Analytics Zahlen geben, wenn man z. B. eine ernsthafte Kooperation anbahnt. Die sind von allem an verlässlichsten und man kann einschätzen, ob der Link auch einen Besucher bringt.

    Ich habe Seiten die haben ein relativ hohen Sichtbarkeitsindex aber kaum Traffic. Da wollen dann die Leute wie blöd Links haben, andere Seiten mit vielen echten Besuchern, aber kaum SI wollen die dann nicht. Wass soll man nur davon halten?

    Gruß

    Sammy

    • Jens Fröhlich
      30. Januar 2014, 17:16

      Hey Sammy,

      besten Dank für deine Kritik. Das was du beschreibst, ist mir auch gut bekannt. Ich hoffe, dass ich mit dem Artikel etwas Verständnis erzeugen kann.

      VG
      Jens

  • Miladin Mechenbier
    30. Januar 2014, 16:54  Antworten

    …kurz, knapp und vor allem tip-top!
    Nach der heftigen Diskussion ziwschen Hans (Sistrix) und Marcus (Searchmetrics) gestern via Facebook gibt’s nun auch noch ein paar Sympathie-Punkte für Hans & Co.
    😉

    Miladin

  • 30. Januar 2014, 19:04  Antworten

    Ein Problem haben natürlich alle allgemeinen Indizes. Sie berechnen die Sichtbarkeit auf Basis der Rankings der beliebigen gefunden URLs. Oft ranken aber die falschen URLs zu einer Suchanfrage.

    Das bedeutet, dass beispielsweise eine Kategorie zu einem Produkt rankt oder ein konkretes Produkt zu einer allgemeinen Marke + Gattungs Anfrage oder die Startseite zu der Suchanfrage zu der Adresse / Öffnungszeit einer konkreten Filiale. In allen diesen Fällen erzeugt man Traffic aber ein schlechtes Nutzererlebnis und gegebenenfalls Frust.

    Leider kann man bei den individuellen SIs keine URL zu den Keywords definieren, die man messen will. Wie gesagt, ich will ja nicht irgendwie ranken sondern geziehlt und gesteuert. Ist ja kein Hobby, was wir hier betreiben. Diese Lücke ist sehr ärgerlich und macht den wesentlich besseren individuellen SI etwas weniger aussagekräftig als er sein könnte.

    • 31. Januar 2014, 10:36

      Jens, das geht schon… mit Alert und Filter darauf. Einfach mal auf nen Kaffee bei uns im HQ vorbei kommen, wenn du das nächste Mal an der HAW bist.

  • 31. Januar 2014, 11:09  Antworten

    Schöner Artikel Jens – diese Diskussionen gab es ja schon öfter mal – macht ein Sichtbartkeitsindex Sinn etc. Ich sehe ihn schon immer nicht als ultimative Einheit, sondern als ein weiteres Puzzelteil um die Güte einer Domain zu verifizieren. Danke für den Artikel – sehr nice!

    • Jens Fröhlich
      31. Januar 2014, 11:27

      Vielen Dank Marc, ja „Puzzleteil“ der SEO Analyse trifft es gut. 🙂

      VG
      Jens

  • 31. Januar 2014, 11:24  Antworten

    Hallo Jens,

    der Artikel ist wirklich sehr gut gelungen, jetzt verstehe auch ich was es mit dem Sichtbarkeitsindex auf sich hat.
    Aber ob das wirklich eine relevante „Kennzahl“ ist noch die Frage.

    • Jens Fröhlich
      31. Januar 2014, 11:28

      Besten Dank, das war mein Ziel. Ob relevant oder nicht, kommt auf die Visionen und Ziele an, die mittels SEO Metriken überwacht werden. Der Sichtbarkeitsindex kann eine dieser Metriken sein, muss aber nicht.

      VG
      Jens

  • Uwe
    3. Februar 2014, 19:22  Antworten

    Der nachgereichte Vergleich zwischen den Wikipedia-Fundstellen von Searchmetrics und Sistrix suggeriert m.E. dem Leser, dass Sistrix 16.000.000 Keywords in seiner Sichtbarkeitskurve einrechnet, was ja nicht so ist… gefreut hätte mich an dieser Stelle, wenn Hanns gezeigt hätte, dass man mit einem Keyword-Set von 250.000 Keywords exakt zum gleichen Ergebnis kommt wie mit 16.000.000 statt sich einem „Tail“vergleich hinzugeben.

    Die Idee mit dem eigenen Sichtbarkeitsindex hingt auch – in deinem Beispiel sieht man, dass eine Domain nicht in die Liste gehört – ganz ohne, dass man ein SEO Genie sein muss. Finde den Fehler – könnte das Spiel lauten – die eigene Domain mithilfe das Keywordset erstellt wurde – dominiert natürlich – weil der Blick über der Tellerrand (hin zu anderen objektiven Keywords) fehlt – das Ergebnis ist ein Eigenlob auf die tollen Positionen – ein Benchmark zum Wettbewerb oder gar ein echter realistischer Branchenvergleich liegt da sehr fern.

    • Jens Fröhlich
      3. Februar 2014, 19:52

      Hallo Uwe,

      schön das Du Dich an der Diskussion beteiligst.

      „Die Idee mit dem eigenen Sichtbarkeitsindex hingt auch – in deinem Beispiel sieht man, dass eine Domain nicht in die Liste gehört […]“

      Das sehe ich anders. Bildet man zum Beispiel ein Keyword-Set anhand wichtiger Keywords zu einem Thema, mit denen eine Website bereits rankt, kann man durch den Sichtbarkeitsindex starke Wettbewerber identifizieren und so neue Keyword-Ideen sammeln. 😉

      VG
      Jens

  • Jörg Zeitler
    9. Februar 2014, 01:43  Antworten

    Hallo Jens,

    dir ist hier eine sehr gute Gegenüberstellung der verschiedenen Indexes gelungen. Auch werden Sinn und Unsinn bei der Nutzung dieser in Auswertungen sehr anschaulich aufgezeigt.

    Um sich dieses Wissen selber zu erarbeiten ist sonst viel Recherchearbeit notwendig, für mich ist dieser Artikel ein Bookmark wert.

    Jörg

    • Jens Fröhlich
      9. Februar 2014, 12:27

      Hallo Jörg,

      besten Dank für dein Feedback zum Artikel. Ich finde es spannend, wenn Blog-Artikel mal Feedback, zum Beispiel aus anderen Sichtweisen, erhalten. Das bereichert die Szene und schafft Transparenz für Website-Betreiber.

      VG
      Jens

  • Andrea Müller
    18. März 2014, 21:07  Antworten

    Hi Jens, ein auch für mich als SEO-Laie oder besser SEO-Anfängerin ein einigermaßen verständlicher Artikel, wenn vielleicht auch etwas zu sehr techniklastig. Es leuchtet mir irgendwie noch nicht ein, warum die Suchbegriffe von anderen Seiten und Personen für mich entscheidend oder aussagekräftig sein sollen, aber vielleicht denke ich da einfach noch nicht „global“ genug 🙂
    LG Andrea

    • Jens Fröhlich
      19. März 2014, 12:20

      Hallo Andrea,

      auch besten Dank für Deinen Kommentar.

      Gern greife ich kurz Deine Frage auf: Ein individueller Sichtbarkeitsindex (SI) kann unterschiedlich ausgerichtet sein, das hast Du bereits im Artikel erfahren. Fokussiert man ein Keyword-Set zum Beispiel auf Keywords, mit denen die Konkurrenz in den Suchergebnissen gut gefunden wird und die für das eigene Projekt relevant sind/zukünftig relevant sein können, dann schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe:

      (A) Der SI dient als Audit-KPI des entsprechenden Branchen-Segments.
      (B) Der SI dient zum Controlling der eigenen SEO-Maßnahmen.

      Man hat also eigene Ziele im Blick (mit deutlich geringerem Streufaktor als bei einem Standard Keyword-Set) und man erfährt, wie sich der Markt aktuell verändert, zum Beispiel durch Wettbewerbsverdrängungen.

      Habe ich Deine Frage beantwortet? Anderenfalls gern nachhaken.

      Viel Erfolg
      Jens

  • 14. Juni 2014, 15:06  Antworten

    Hallo Jens,
    ehrlich gesagt bin ich nach dem Lesen deines sehr ausführlichen Artikels und der lebhaften Kommentare noch ein Bisschen verwirrter, als ich es vorher war.
    Ich verkaufe Fertiggaragen und meine Kunden finden mich vor allem über eine meiner Websites. Daher habe ich mich mit dem Thema SEO allgemein und Sichtbarkeit im Besonderen schon lange beschäftigt. So hatte ich über längere Zeit auch ein Abo von Sistrix, um die Entwicklung der eigenen Sichtbarkeit und der Mitbewerber im Blick zu behalten. Erstaunlich ist jedoch, dass ich trotz stetiger fleißiger Optimierung an der Website und dem Linkaufbau in der Sichtbarkeit seit ca. einem Jahr nach unten gehe, gleichzeitig aber im selben Zeitraum 30 % mehr an Klicks und echten Anfragen habe. Mir kommen daher langsam Zweifel, wozu ich auch weiterhin Geld für ein teures Abo ausgeben soll, wenn die Reports so wenig mit der realen Situation zu tun haben.

    Viele Grüße
    Jens

    • Jens Fröhlich
      3. Juli 2014, 14:10

      Hallo,

      der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist ein Indikator darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Website organische Besucher durch Suchmaschinen generiert.

      Schaue Dir gern nochmal die grobe Berechnung des Sichtbarkeitsindex (SI) im Artikel an. Angenommen zum Zeitpunkt X platzierst Du 100 Treffer in den SERPs, wovon nur 10% relevanten Traffic erzeugt. In diesem Fall können die restlichen 90% Deiner Treffer wegbrechen (Verringerung des SI), was sich aber nicht oder nur gering auf Deinen Traffic auswirkt.

      Mit anderen Worten: Der SI zeigt dir Verläufe. Die Ursachen solltest Du genau reviewen und selektieren, ob Du aktiv werden solltest oder eben nicht.

      Viele Grüße
      Jens

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