SEO International – hreflang Tags

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  25. Juni 2019

Du planst Dein Online Business mehrsprachig und/oder für mehrere Länder auszurichten? Dann empfehle ich Dir hreflang Tags zu nutzen, um Duplicate Content zu vermeiden und zu gewährleisten, dass die richtigen Inhalte im gewünschten Suchmaschinenindex ausgeliefert werden. Erfahre jetzt, wie hreflang Tags korrekt verwendet werden.

Dieser Blog-Beitrag ist Teil einer SEO International-Serie:

Was bedeutet: hreflang?

hreflang Markup teilt Suchmaschinen mit, für welche Sprache und optional für welches Land der Inhalt einer Webseite, PDF-Datei, etc. optimiert ist. Suchmaschinen können so die richtige Sprachversion in den Suchergebnissen des Google-Nutzers ausliefern. Für den Website-Besucher bleiben diese Informationen verborgen.

HTML Syntax von hreflang Tags

hreflang Tags können auf verschiedene Weise angegeben werden: Im head-Bereich einer HTML Seite, im HTTP Header oder in einer XML Sitemap. Am häufigsten wird hreflang im HTML Quellcode einer Seite verwendet. Deshalb beschränke ich mich auf die Angaben im HTML Quellcode (Header).

HTML Syntax mit Sprachangabe für eine Webseite:

oder mit zusätzlicher Optimierung für ein Land:

  1. hreflang=““ gibt die Sprache als Sprachkennung im ISO 639-1 Format an. Ist die Webseite optional für ein Land optimiert, wird die Länderkennung, durch einen Bindestrich getrennt, im ISO 3166-1 aplpha-2 Format hinter der Sprachkennung ergänzt, siehe Beispiel 2 „de-DE“.
  2. href=““ gibt die absolute URL einer Webseite an.
  3. Alle URLs mit exakten bzw. übersetzten Seiteninhalt müssen durch hreflang Tags notiert werden. Auch die URL der Webseite selbst.
  4. Sprach- und Länderkennung können in Klein- oder Großbuchstaben angegeben werden.
  5. Besitzt eine Webseite keine spezifische Sprach- oder Länderkennung im hreflang Tag, erhält sie das x-default hreflang Link-Attribut.

Beispiel: Deutscher Inhalt für D-A-CH-Region

Angenommen ein Online Shop-Betreiber möchte sein Sortiment (oder einen Teil davon) nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz anbieten. Suchmaschinen finden diese Inhalte und müssen willkürlich entscheiden, welcher Inhalt für welchen Suchindex (Google.de vs. Google.at vs. Google.ch) relevant ist. hreflang Tags lösen das Problem.

Besucher sehen die hreflang-Tags nicht. Suchmaschinen-Bots erkennen die hreflang-Anmerkungen und erfahren von den alternativen Inhalten. (de-DE versus de-AT versus de-CH) Duplicate Content wird so vermieden und die Suchmaschine ist in der Lage, die richtigen Inhalte im gewünschten Suchindex auszuliefern.

Ergänzend zu den hreflang Tags nutzt Google auch weitere Kennzeichen, wie Serverstandort, Sprachangaben (Meta language), TLD, die internationale Ausrichtung bei gTLDs in der Google Search Console, Adresse im Impressum, Währung, Herkunft der Backlinks, etc.

Der Sparplan: Eine URL für mehrere Länder

Theoretisch kannst Du den Inhalt einer HTML Seite für mehrere Länder optimieren. Angenommen eine deutschsprachige Webseite ist für Google Nutzer aus Deutschland, Österreich, und der Schweiz relevant, dann kannst Du im HTML Quellcode folgende hreflang-Anmerkungen hinterlegen:

Sonderfall: hreflang x-default

Das hreflang x-default Link-Attribut ist ein Sonderfall. Gibt man im hreflang-Attribut statt der Sprachkennung den Wert „x-default“ an, wird die HTML Seite keiner bestimmten Sprache und keinem bestimmten Land zugewiesen. Jeder Google-Nutzer, der sprachlich oder geografisch nicht eindeutig zugewiesen werden kann, wird diese x-default-Seite in den Suchergebnissen vorgeschlagen. Eine x-default-Seite dient für Suchmaschinen als Standardseite, wenn keine andere Webseite passt. x-default ist optional.

hreflang x-default bietet sich für Websites mit Inhalten in vielen Sprachen und für viele Länder an. Häufig stellt die hrelang x-default-Seite ein Auswahlmenü in Form einer Liste oder Weltkarte bereit, wo der Besucher die gewünschte Sprachversion selbst, und nicht durch Suchmaschinen bestimmt, auswählen kann.

hreflang x-default-Seite der internationalen Canon-Website
hreflang x-default-Seite der internationalen Canon-Website
hreflang x-default-Seite der Apple-Website zur Auswahl der gewünschten Sprachversion/Region
hreflang x-default-Seite der Apple-Website zur Auswahl der gewünschten Sprachversion/Region

hreflang Tool-Empfehlungen

Diese Online Tools helfen bei der Erstellung von hreflang-Anmerkungen:

Diese Online Tools helfen bei der Überprüfung (Validierung) von hreflang Tags:

Google-Video: hreflang

In dem Google-Video erfährst Du, was hreflang ist und wie es korrekt verwendet wird:

Video: Google Hilfe zur richtigen Verwendung von hreflang

⚠️ Vermeide diese hreflang-Fehler

Die Notation von hreflang Markup kann bei großen Websites und Shops mit mehreren tausend Seiten schnell umfangreich werden, was zu verschiedenen SEO-Problemen führen kann. Hier findest Du eine Auswahl von hreflang-Fehlern, die Du vermeiden solltest:

hreflang Tags fehlen

Der populärste Fehler schlechthin ist die fehlende Verwendung von hreflang Tags bei internationalen Websites. Werden Inhalte in mehreren Sprachen und/oder für unterschiedliche geografische Regionen bereitgestellt, ist hreflang Pflicht. Werden hreflang Tags vergessen, kann das eine spürbare Limitierung des Optimierungsgrades darstellen.

hreflang nicht auf Seitenebene definiert

hreflang wird auf Seitenebene definiert. Deshalb müssen sich die URLs in der Markup immer auf die jeweilige Webseite und deren Alternativen beziehen. In der Praxis habe ich mehrfach festgestellt, dass die URLs nur die Domain/s enthalten. Dieser Fehler ist schwerwiegend und dringend zu vermeiden.

Fehlende Selbstreferenz

Der Fehler, die URL der betreffenden Webseite nicht als hreflang Markup zu notieren, kommt häufig vor. hreflang muss immer alle Alternativen einer Webseite und die Webseite selbst notieren. Das muss gewährleistet werden.

Unvollständige Angaben

Schnell kann es passieren, dass die hreflang-Angaben unvollständig sind, z. B. weil im Verlauf der letzten Monate/Jahre weitere Sprachen bereitgestellt worden sind und die Markup nicht ergänzt wurde. Eine Website entwickelt sich im Idealfall kontinuierlich weiter. Dabei sollte die Korrektur/Ergänzung der hreflang Markup nicht vergessen werden.

Falsche Sprach-/ Länderkennung

Ein typisches Beispiel falscher Sprach- bzw. Länderangaben ist die Länderkennung von Großbritannien. Hin und wieder wird „UK“ verwendet. Das ist falsch, denn die korrekte Länderkennung ist „GB“. Oder die Sprachkennung für Inhalte in tschechischer Sprache: Wird der Sprachcode „cz“ verwendet, wäre das falsch. Der korrekte Sprachcode lautet „cs“. Nach der Erstellung von hreflang Tags sollten diese immer tiefgründig bewertet werden.

4xx Statuscodes

Seiten die bei der Erstellung der hreflang Markup bestanden, können irgendwann nicht mehr vorhanden sein und einen Statuscode 4xx ausgeben. In diesem Fall würden hreflang-URLs auf Fehlerseiten verweisen. Ich empfehle regelmäßig zu prüfen, ob die URLs der hreflang Markup erreichbar sind und einen Statuscode 200 ausgeben. Für umfangreiche Domain-Cluster empfehle ich die Validierung mit dem Tool: Audisto.

hreflang und Canonical Tags setzen falsche Signale

Werden Canonical Tags verwendet, kann das bei Verwendung von hreflang zu technischen Problemen führen, zum Beispiel wenn eine URL mittels hreflang auf sich selbst verweist aber das Canonical Tag auf eine kanonische URL einer anderen Sprachversion. Deshalb sollte eine Validierung von hreflang Tags in Verbindung mit Canonical Tags stets sorgfältig erfolgen.

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