Webspam

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  26. März 2019

In der Suchmaschinenoptimierung spricht man bei Webspam von trickreichen Techniken, die dazu dienen, bessere Platzierungen in den Suchergebnissen zu erzielen. Googles Suchalgorithmen, wie Panda und Penguin, analysieren Web-Ressourcen nach Webspam.

Black Hat SEO-Methoden – wie Cloaking, Malware, oder Phishing – führen zu einer Manuellen Maßnahme, die häufig spürbare Verluste vom organischen Traffic und der Sichtbarkeit zur Folge hat.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die ersten Suchmaschinen (Lycos, HotBot, AltaVista, Google) waren eher rudimentär programmiert und scannten den HTML-Quellcode nach Schlüsselbegriffen. Web-Spammer nutzten das aus und notierten viele Suchbegriffe im Keyword-Meta Tag oder duplizierten Webseiten und ersetzten nur das Hauptkeyword durch ein Synonym. So entstanden unzählige Webseiten mit dem selben Kerninhalt, der sich nur durch das Hauptkeyword unterschied. Diese Methoden von Keyword-Stuffing waren sehr erfolgreich, so dass die manipulierten Seiten Top-Rankings in den Suchergebnissen generieren und viel Traffic aufbauen konnten.

Schließlich gelang Google ein Meilenstein mit dem PageRank Algorithmus – denn die Webseiten-Qualität wurde nun maßgeblich von der Linkkraft einer Seite ermittelt: Je mehr eingehende Links eine Webseite erhielt, desto wichtiger schien sie zu sein. Doch das war längst nicht das Ende von Linkspam, denn immer mehr Online-Marketer interessierten sich für den Google Algorithmus. Als bekannt wurde, dass Backlinks eine große Bedeutung besitzen, begann das goldene Zeitalter der Linkfarmen, kostenlosen Webverzeichnisse, von Linkkauf und -miete.

Linkspam wurde zunehmend zum Problem für Google. Mit dem Google Webspam-Team, von Matt Cutts geleitet, wurden Lösungen entwickelt, um wieder bessere Suchergebnisse zu bieten. Durch den Penguin Algorithmus, der am 24.04.2012 erstmals weltweit ausgerollt wurde, konnte das wachsende Problem mit Linkspam immer besser kontrolliert werden. Penguin wurde durch vier Updates und Data Refreshs stetig weiter entwickelt und verbessert. Mit Version 4.0 wurde der Penguin Algorithmus im September 2016 final in den Core-Suchalgorithmus integriert. Seitdem werden auffällige Backlinks automatisiert entwertet.

Das Problem mit Webseiten von minderwertiger Content-Qualität hat Google durch den Panda Algorithmus unter Kontrolle bekommen. Dieser Qualitätsfilter wurde erstmals im Februar 2011 ausgerollt. Panda Update 4.0 und Panda Update 4.1 hatten wohl den größten Einfluss auf die Rankings in den Google Suchergebnissen und führten auch zu Verlusten von Websites populärer Marken, wie nokia.com und maxi-cosi.de. Beide Updates wurden 2014 ausgerollt. Seiten mit qualitativ-hochwertigen Inhalten die die Such-Intention des Nutzers befriedigen, profitieren vom Panda-Filter und werden in den Suchergebnissen bevorzugt.

Google Webspam Bericht 2018

Google ist bestrebt, für jede Suchanfrage die besten Ergebnisse zu liefern. In diesem Zusammenhang ergreift der Suchmaschinen-Anbieter Maßnahmen, um zu verhindern, dass Webspam die Sucherfahrung, Inhalte und Verhaltensweisen beeinträchtigt, die gegen die Webmaster-Richtlinien verstoßen. Diese Bemühungen tragen dazu bei, dass deutlich weniger als 1 Prozent der von Nutzern besuchten Ergebnisse für Spam-Seiten gelten. Im Webspam Bericht 2018 – zu lesen im Official Google Webmaster Central Blog – informiert Google über die erfolgten Maßnahmen 2018.

  • Spam auf gehackten Websites: Im Jahr 2017 konnte die Anzahl gehackter Websites in den Suchergebnissen erheblich reduziert werden. Dieser Trend setzte sich 2018 fort, da gehackte Webseiten schneller entdeckt wurden, bevor sie sich auf die Suchergebnisse auswirkten oder jemanden schädigten. Trotzdem sind gehackte Websites nach wie vor ein großes Sicherheitsproblem im Internet.
  • Vom Benutzer generierter Spam: Eine bestimmte Art von Spam, der als „vom Benutzer generierter Spam“ bezeichnet wird, war für Google 2018 ein Schwerpunkt. Vom Benutzer erzeugter Spam umfasst Spam-Beiträge in Foren sowie Spam-Konten auf kostenlosen Blogs und Plattformen, der die Konversationen stört und den Benutzern keinen Mehrwert bringt. 2018 konnte Google die Auswirkungen dieser Art von Spam auf Suchanwender um mehr als 80 Prozent reduzieren.
  • Link-Spam: Google hat den Wert autoritärer und relevanter Links weiterhin als wichtiges Rankingsignal für die Suche geschützt. Vor allem beschäftigte Google sich weiterhin mit Webmastern und SEOs, um die vielen Mythen, die sich im Laufe der Jahre im Zusammenhang mit Verknüpfungspraktiken herausgebildet haben, abzubauen. Website-Betreiber wurden auch weiterhin daran erinnert, sich auf die Erstellung hervorragender Inhalte zu fokussieren. In Ressourcen wie dem SEO-Starter-Guide werden bewährte Vorgehensweisen aufgezeigt und einige verbreitete Mythen und Missverständnisse in Bezug auf das, was erforderlich ist, um in den Ergebnissen der Google-Suche gut gefunden zu werden, gebrochen. Das Melden von Link-Spam ist auch eine großartige Möglichkeit, Google beim Kampf gegen diese Art von Missbrauch zu unterstützen und die Fairness im Suchranking zu verbessern.

Arbeiten mit Benutzern, Webmastern und Entwicklern für ein besseres Web

Benutzer helfen Google weiterhin dabei, Spam, Malware und andere Probleme in der Suche zu finden, die den Filtern und Prozessen entgehen, indem sie Spam über die Suche melden, über Phishing oder über Malware berichten. Google hat über 180.000 Nutzerberichte für Such-Spam erhalten und konnte 64 Prozent der verarbeiteten Berichte bearbeiten.

Google findet es wichtig, Website-Inhaber davon in Kenntnis zu setzen, wenn auf ihrer Website etwas nicht stimmt. Im Jahr 2018 wurden über 186 Millionen Nachrichten an Website-Inhaber generiert, die mögliche Verbesserungen und Probleme aufzeigen, die sich auf die Darstellung ihrer Website in den Suchergebnissen auswirken könnten. Diese Benachrichtigungen können nur an Website-Besitzer zugestellt werden, die ihre Websites in Search Console überprüft haben.

Google Webspam Bericht 2017

Google informiert jährlich darüber, welche Erfolge gegenüber Webspam erreicht worden sind – wie der Webspam Bericht 2017:

  • Weniger als 1 Prozent der Websites enthalten Spam, die über Google Suchergebnisse aufgerufen wurden.
  • Die Anzahl der gehackten Websites in den Suchergebnissen wurde um 80 Prozent reduziert.
  • Google hat die Entfernung unnatürlicher Links durch Algorithmen und manuelle Aktionen verdoppelt.
  • Die Verringerung von Link-Spam ist im Jahresvergleich um fast die Hälfte zurückgegangen.
  • 90.000 Spam Benutzerberichte wurden bearbeitet.
  • 45 Millionen Nachrichten wurden über die Search Console an registrierte Website-Besitzer gesendet. Sechs Millionen dieser Nachrichten beziehen sich auf manuelle Aktionen.
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