Pagespeed

  7. September 2018

Mit Pagespeed ist die Ladezeit einer Web-Ressource gemeint. Je langsamer der Pagespeed ist, desto größer ist das Risiko von Absprüngen (Bounce Backs) und der Verlust von Suchmaschinen-Sichtbarkeit und Umsatz.

Die Ladezeit von einer Web-Ressource (Webseite, Bild, PDF-Datei, etc.) ist ein offiziell bestätigtes SEO-Rankingsignal für die mobilen Suchergebnisse in der Google Suche. Laut Google sollte eine Webseite innerhalb von 2 bis 3 Sekunden geladen sein. Langsame Seiten generieren schlechtere Keyword-Rankings in den mobilen Google Suchergebnissen.

PageSpeed ermitteln

Google empfiehlt den PageSpeed einer Webseite mit PageSpeed Insights zu testen oder durch webpagetest.org zu prüfen. PageSpeed Insights ist ein Tool, das nach erfolgter Prüfung einer URL zunächst die Ladezeit für Mobilgeräte und Desktop-Systeme (PC, Laptop, Tablet-PC) auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. Bei einer erreichten Punktzahl unter 80 Punkte sollten die Optimierungsempfehlungen bewertet und umgesetzt werden.

Beispiel-Ergebnis // Google PageSpeed Insights
Beispiel-Ergebnis //Google PageSpeed Insights

Für Seiten von populären Websites liefert der PageSpeed Insights-Bericht auch Hinweise zur Seitengeschwindigkeit inkl. Seitenaufbauverteilungen (FCP/DCL). Google verwendet Daten aus dem Chrome User Experience Report, um bessere Empfehlungen für Entwickler zu geben. Die Optimierungspunktzahl wurde so gewählt, dass sie besser auf reale Daten abgestimmt und damit aussagekräftiger ist. Der Report gibt zwei Messwerte an: First Contentful Paint (FCP) und DOM Content Loaded (DCL) die den Status „Schnell“, „Durchschnitt“ oder „Langsam“ besitzen.

Beispiel-Ergebnis mit Seitengeschwindigkeit // Google PageSpeed Insights
Beispiel-Ergebnis mit Seitengeschwindigkeit // Google PageSpeed Insights

Das Tool von webpagetest.org ist deutlich komplexer und bietet mehr Analysedaten – wie einem Wasserfalldiagramm, eine Full Optimization Checklist, einen Content breakdown, etc. Bereits die Ergebnis-Übersicht bietet wichtige Daten zur Bewertung möglicher Bremsklötzer einer URL, wie die First Byte Time (Wie schnell reagiert der Webserver auf eine Anfrage?), Compress Transfer und Compress Images, Document Complete Time, etc. Für tiefgreifende PageSpeed-Recherchen und Optimierungen ist dieses Tool die beste Wahl.

Ergebnis-Übersicht eines PageSpeed-Tests // webpagetest.org
Ergebnis-Übersicht eines PageSpeed-Tests // webpagetest.org

Als drittes PageSpeed-Tool sei die Chrome-Browser-Extension Lighthouse genannt. Lighthouse (Chrome Web Store) ist ein automatisiertes Open-Source-Tool zur Verbesserung der Leistung, Qualität und Korrektheit von Web-Apps. Beim Überprüfen einer Webseite führt Lighthouse eine Vielzahl von Tests durch und generiert einen Bericht darüber, wie gut die Webseite funktioniert.

PageSpeed überwachen

Zum Website Performance and Availability Monitoring gibt es eine Vielzahl von Online Tools. Empfehlenswert sind Pingdom und Statuscake. Beide kostenpflichtigen Tools überwachen je nach Lizenzvolumen eine Vielzahl gewünschter URLs hinsichtlich ihrer Ladezeiten und Downtimes für diverse geografische Server-Standorte weltweit. Dabei wird die URL aller XY Minuten angepingt. Die generierten Daten werden dokumentiert, so dass im Zeit-PageSpeed-Diagramm ein Verlauf dargestellt wird, durch den verschiedene Bewertungen möglich sind.

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